Roetgen - Bundestagswahlen: SPD-Ortsverein stellt Kandidaten vor

Bundestagswahlen: SPD-Ortsverein stellt Kandidaten vor

Von: Helga Giesen
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Der SPD-Bundestagskandidat für die Städteregion, Detlef Loosz (2.v.l.), kann im Wahlkampf auf volle Unterstützung der Roetgener Genossinnen und Genossen rechnen. Dafür stehen der Vorstand des Ortsvereins mit Klaus Onasch, Helmut Mulorz und Janine Köster sowie Bürgermeister Manfred Eis (von links). Foto: Helga Giesen

Roetgen. Die Bundestagswahlen am 22. September warfen ihre Schatten voraus auf der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Roetgen-Rott-Mulartshütte. Vorsitzender Helmut Mulorz stellte im Restaurant Brander Stübchen den Bundestagskandidaten Detlef Loosz vor, der den Genossinnen und Genossen Rede und Antwort stehen wollte.

Neben Bürgermeister Manfred Eis konnte Mulorz auch Gäste aus den Ortsvereinen Monschau und Simmerath begrüßen. Die auf einer Mitgliederversammlung erforderlichen Formalien wurden zügig abgewickelt, um genügend Zeit für das Gespräch mit Detlef Loosz zu haben. Die Finanzen des Ortsvereins konnte Kassierer Klaus Onasch in erfreulichem Zustand präsentieren, und da die Revisoren Petra Knur und Judith Giersberg an seiner Arbeit nichts auszusetzen hatten, wurde ihm und dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Die beiden Revisorinnen wurden wiedergewählt, Daniel Köster zum Stellvertreter bestimmt. Der Alsdorfer Detlef Loosz, der am Mittwoch 60 Jahre alt wird, ist der SPD-Bundestagskandidat für die Städteregion (Wahlkreis 88 Aachen II). Als erfahrener Kommunalpolitiker und engagierter Gewerkschafter tritt er an unter dem Motto „Ein Arbeitnehmer für Berlin“. Schwarz-Gelb bezeichnete er als „Albtraum für uns kleine Leute“, von der Energiewende, die nicht auf deren Rücken ausgetragen werden dürfe, über die Steuerpolitik, die die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffen lasse, bis zum vernachlässigten Mietwohnungsbau.

„Gute Arbeit braucht faire Löhne“, betonte Loosz unter anderem, dass er sich einen Mindestlohn von 8,50 Euro sowie gleiche Bezahlung von Mann und Frau ebenso wie von Leih- und Stammarbeitern auf die Fahnen geschrieben hat.

Fragen der sozialen Gerechtigkeit bewegen auch die Roetgener Sozialdemokraten besonders, wie die lebhafte Diskussion zeigte. Sie stellten aber auch die Frage nach der Wahlkampfstrategie, da diese Themen inzwischen auch von der Regierungskoalition vereinnahmt würden. „Daran müssen wir arbeiten“, gab Loosz zu. Man müsse den Wählern klarmachen, dass sich die vordergründig gleichen Forderungen von den Positionen der SPD unterscheiden und sie als „Etikettenschwindel“ entlarven.

Ganz auf einer Linie lag Detlef Loosz mit Helmut Mulorz, der zuvor eine Lanze für Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gebrochen hatte. Seine Kompetenz und sein Durchsetzungsvermögen würden mehr denn je gebraucht, sind beide überzeugt. Ein zweiter Schwerpunkt der Versammlung lag auf der Vorbereitung des Parteijubliäums „150 Jahre SPD“.

Bürgerfest in Aachen

Helmut Mulorz wies auf das Deutschlandfest in Berlin, das am 17./18. August gefeiert wird, sowie auf das Bürgerfest im Juli in Aachen hin. Hier wird auch Landeschefin Hannelore Kraft erwartet.

Aber auch vor Ort wollen die Roetgener Genossinnen und Genossen aktiv werden. Am Gründungstag, 23. Mai, der mit einem Festakt in Leipzig begangen wird, soll auch in Roetgen eine Veranstaltung stattfinden.

Vor allem aber soll das Parteijubiläum zum Anlass genommen werden, einen prominenten Roetgener Sozialdemokraten zu ehren. Mathias Wilms (1893 – 1978) hatte nach dem Krieg in Aachen die Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes initiiert, der dann am 18. März 1945 ins Leben gerufen wurde. Schon 1923 war er in die SPD eingetreten und als gelernter Weber auch gewerkschaftlich engagiert.

In Aachen trägt der Platz vor dem DGB-Gebäude an der Dennewartstraße seinen Namen, eine Ehrung, die ihm in seinem Heimatort nicht zuteil werden kann, weil hier traditionell keine Straßen nach Personen benannt werden.

Eine Bronzeplakette soll nun an ihn erinnern. Man habe dazu bereits Kontakt mit dem Bildhauer Klaus Gehlen aufgenommen, berichtete Helmut Mulorz. Nachdem Kassierer Klaus Onasch signalisiert hatten, dass die Vereinskasse die Ausgabe verkraften könne, gab die Versammlung ihre Zustimmung zu dem Projekt.

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