Einruhr/Rurberg - Bundesstraße 266: Irrungen, Wirrungen und eine Sperrung

Bundesstraße 266: Irrungen, Wirrungen und eine Sperrung

Von: Isabelle Hennes
Letzte Aktualisierung:
Die Bundesstraße 266 soll ab
Die Bundesstraße 266 soll ab Freitagmorgen, 8 Uhr, bis Sonntagmorgen, 7 Uhr, gesperrt werden. Geplant ist eine Deckensanierung: Der Asphalt wird drei Centimeter abgefräst. Foto: Andreas Gabbert

Einruhr/Rurberg. Dass das Wochenende kommen würde, stand fest. Nun ist es soweit. Ab 8 Uhr am Freitagmorgen wird die Bundesstraße 266 zwischen Kesternich und Einruhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Deckensanierung zwischen Kesternich und der Abzweigung Erkensruhr soll bis Sonntagmorgen 7 Uhr abgeschlossen sein.

Das zumindest steht in der offiziellen Mitteilung des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen (NRW). Rainer Nitzke von der Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein GmbH (RVE), hat hingegen ganz andere Informationen. Dem Unternehmen ist mitgeteilt worden, dass die Sperrung lediglich bis 5 Uhr am Sonntagmorgen dauern wird.

Wieder eine andere Information hat das Busunternehmen Taeter erhalten. Ein Sprecher des Unternehmens teilte am Donnerstag mit, dass die Sperrung bis Montag dauern wird. Es herrscht also alles andere als Klarheit.

Hinzu kommt, dass die Schilder, die in den vergangenen Tagen rund um die Sperrung aufgestellt wurden, um den Verkehrsteilnehmern rechtzeitig die Chance zu geben, die Sperrung weiträumig zu umfahren, ebenfalls darauf hingewiesen haben, dass die Sperrung der Bundesstraße erst am Montag, 25. Juni, aufgehoben werde. Erst als Christoph Poschen, Ortsvorsteher Einruhr, auf eines der Schilder aufmerksam geworden ist, hat der Landesbetrieb reagiert und die Beschriftung geändert.

Die von der Sperrung betroffene Linien sind die 83, 68 und SB63. Der Schnellbus 63 endet aus Aachen kommend während der Sperrung am Simmerather Bushof. Die Busfahrten der Linie 83 beginnen und enden in Rauchenauel. Für die Linie 68 ist die Haltestelle Rurberg Seeufer Endstation. Wer den öffentlichen Nahverkehr während der Sperrung nutzen will, sollte unbedingt auf die Aushänge an den Haltestellen achten. Für Fahrgäste, die von Gemünd nach Burg Vogelsang den Bus nutzen möchten, besteht die Möglichkeit, auf den Schnellbus 82 des Regionalverkehrs Köln umzusteigen. Ursprünglich war vorgesehen, die Arbeiten an einem Wochenende - Samstag und Sonntag - durchzuführen.

Die Gründe, warum nun bereits am Freitag mit der Sanierung begonnen wird, sind unterschiedlich. Zum einen hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW beim Abfräsen der Deckschicht größere Schäden festgestellt, als angenommen. Daher wird ab heutigem Freitag gesperrt. Dass die Sperrung bereits am Sonntagmorgen aufgehoben wird, liegt an dem grenzüberschreitenden Radrennen New Euregio Athlon 2012.

Auf der Strecke, die als Ausweichstrecke wegen der Sperrung auf der Bundesstraße vorgesehen war, sind am Sonntag Radfahrer unterwegs. „Da kam einiges zusammen”, sagt Sebastian Lindt, Rursee Touristik. Gastronomen rund um den Rursee stellen sich wegen der B266-Sperrung auf weniger Gäste ein.

P&R-System

Die Rurseeschifffahrt hat ein sich ein P&R-System einfallen lassen. Gäste können durch Vorlage einer Buchungsbestätigung kostenlos den See überqueren, anstatt den weiten Umweg mit dem Auto zu fahren. Ein Serviceangebot, das sonst für Hin- und Rückfahrt sieben Euro kosten würde.

Lindt hofft, dass die Sperrung nicht allzu viele Tagesgäste abschrecken wird. Die Gastronomen haben allerdings nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein zeitliches Problem. „Beim Gepäcktransfer beispielsweise. Wenn anstatt 15 plötzlich 65 Kilometer zurückgelegt werden müssen, ist das schon etwas anderes”, sagt Lindt.

Wer am Samstag seinen Wochenendeinkauf erledigen möchte, muss entweder ins Schleidener Tal oder nach Simmerath ausweichen. Aus sieben oder acht Kilometern werden dadurch schnell doppelt so viele.

Alle Beteiligten scheinen froh zu sein, wenn es Montagmorgen ist. Hoffentlich entschädigt dann die neue Fahrbahndecke für den Aufwand der Touristik, den Stress der Anwohner und die finanziellen Einbußen der Gastronomen.
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