Nordeifel - BUND zum Umbau der B258: Verkehr stagniert

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BUND zum Umbau der B258: Verkehr stagniert

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Nordeifel. Nachdem die Planungen zum Umbau der Bundesstraße 258 im Bundesverkehrswegeplan im vergangenen Jahr keine weitere Berücksichtigung gefunden haben, stehen jetzt Ausbaumaßnahmen auf der Agenda. Dabei werde eine kleine Lösung eher Aussicht auf Erfolg haben „als großspurige Ausbaumaßnahmen“, glaubt Franz-Josef Emundts, Sprecher der Kreisgruppe Aachen-Land des BUND.

Die Verkehrsbelastung sei - verglichen mit anderen Stellen in NRW - eher mäßig. Die Verkehrsprognosen müssten laufend nach unten korrigiert werden. So hätten sich die täglichen Kfz-Bewegungen an der Messstelle „Kalkhäuschen“ zwischen 2011 und 2013 kaum verändert (Richtung Eifel + 0,6 Prozent, Richtung Nord - 2,6 Prozent), sagt der Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Kreisverkehre als Alternative

Da zudem die Bevölkerungsentwicklung in den drei Eifelkommunen seit etlichen Jahren stagniere (für Simmerath werde laut aktueller Bertelsmann-Studie ein Rückgang um 3,5 Prozent und für Monschau sogar um 7,6 Prozent prognostiziert) „ist nicht mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs dort zu rechnen, eher mit einem Rückgang“. Darüber hinaus seien die Verkehrsbelastungen durch die Einrichtung des Nationalparks auch nicht so schlimm gewachsen, wie seinerzeit prognostiziert.

Die Belastung an einigen wenigen Stellen aus der Eifel Richtung Aachen/Autobahn werde nicht bestritten. Aber, so Franz-Josef Emundts: „Sie beschränkt sich auf einen recht kurzen Zeitraum.“ Laut einiger betroffener Autofahrern und Anwohnern handele es sich morgens etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde, während sich nachmittags der Verkehr viel besser verteile. Es gebe nur „wenige neuralgische Punkte“ (z. B. von der Einmündung Pascalstraße bis zum Hotel zur Heide, ggf. auch noch die beiden Autobahn-Zufahrten).

„Diese Stellen lassen sich aber mit einzelnen Maßnahmen vor Ort besser lösen (Kreisverkehre mit Bypass-Lösung) als mit einer durchgehenden drei- oder vierspurigen Straße. Ob vier weitere Ampeln (dann 13 Ampelanlagen in Folge ab Relais Königsberg bis Siegel-Adenauerallee) die Lösung ist, mag bezweifelt werden“, so der BUND-Sprecher. Die Ampeln behinderten den Verkehr oft mehr, als dass sie ihn flüssig hielten. Forderungen nach breiteren Straßen mit mehr Fahrspuren seien nicht zwingend das Mittel der Wahl.

Emundts: „An vielen anderen Stellen ist das schon umgesetzt worden. Es stellt sich dort aber heraus, dass dadurch nur ‚Rennstrecken‘ entstehen mit einer deutlich erhöhten Unfallgefahr. Dagegen können Straßen, auf denen der Verkehr etwas langsamer und damit gleichmäßiger fließt, deutlich mehr Kfz pro Stunde bewältigen.“

Bei Fahrten in die Eifel falle nämlich ein sehr unterschiedliches Fahrverhalten auf: Während es viele Verkehrsteilnehmer gebe, die sich an vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit hielten, wollten andere auch da noch überholen. Und das seien neben etlichen Motorradfahrern immer wieder auch Autofahrer, darunter auffallend häufig mit MON-Kennzeichen“, will Emundts festgestellt haben, der das Fazit zieht: „Deren Gejammer kann aber nicht ausschlaggebend sein.

Die heutige Verkehrsbelastung rechtfertigt einen großangelegten Ausbau nicht. Viel besser wären Überlegungen und Maßnahmen, um den Durchgangsschwerlastverkehr (LKW, die aus Belgien/NL kommen und nach Trier/Südeifel wollen) zu reduzieren (z. B. durch eine Mautpflicht für LKW auf der B258 um sie frühzeitig auf die Autobahn in Belgien/St. Vith zu leiten), fordert der BUND ein Umdenken.

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