Monschau - Bugatti-Rallye: Millionenwerte in der Stadt

Bugatti-Rallye: Millionenwerte in der Stadt

Von: P. St.
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80 Bugattis durchquerten geste
80 Bugattis durchquerten gestern die Altstadt Monschau. Die Stadtbahn ließ den legendär en Sportwagen gerne den Vortritt. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Großer Reichtum zog Sonntagvormittag in die Monschauer Altstadt ein. Die viertägige internationale Bugatti-Rallye pausierte auf den Parkflächen an der Schleidener Straße für einen ausgedehnten Stopp. Die 80 Fahrzeuge, die den Namen Oldtimer auch wirklich verdienen, zogen am Montag zahlreiche Blicke und Kameras an.

Dabei hatte der Veranstalter keinen gesteigerten Wert auf Vorab-Werbung gelegt, bewegen sich doch hier Millionenwerte über die Straße. Bugattis, von denen es weltweit ungefähr noch 2000 Exemplare gibt, kosten zwischen 150.000 und 25 Millionen Euro - das Stück.

Von einer Serie wurden beispielsweise nur ganze vier Stück gebaut. Drei Fahrzeuge davon existieren nachweislich noch weltweit und gelten bei betuchten Sammlern als hoch begehrt. Bei solchen Raritäten kann es dann leicht zu extremen Liebhaberpreisen kommen.

Den Besitzern sieht man dennoch den Wohlstand nicht unbedingt an; die Bugatti-Fangemeinde gehört wohl eher zur Kategorie der stillen Genießer.

Nach zwei Stunden war der letzte der edlen Sportwagen, die von 1909 bis 1963 im Elsass gebaut wurden, über die steile Eschbachstraße hinauf wieder verschwunden. Weiter ging die Fahrt dann durch das Rurtal, über Nideggen, Zweifall und das Solchbachtal, ehe dann das Quartier in Vaals angesteuert wurde, dem Startpunkt von insgesamt vier je 200 Kilometer langen Ausfahrten durch das Grenzgebiet.

Die Teilnehmer der internationalen Rallye kommen aus ganz Europa, aber auch Fahrer aus Neuseeland, Australien und Japan waren am Start.

Die Fahrzeuge stammen alle aus den Jahren 1910 bis 1939, und für Motorenfans ist es schon ein außergewöhnlicher Moment, wenn sich ein über 100 Jahre alter Bugatti in Bewegung setzt. Das Unternehmen gibt es auch heute noch. 1989 erwarb die Volkswagen AG die Rechte und baute unter anderem ein 1000 PS-Auto, das über 400 Stundenkilometer auf die Piste bringt. Bei allem Bemühen um ein spektakuläres Design aber ist die Faszination und Ausstrahlung des legendären Rennwagens aus alter Zeit nicht kopierbar.

Die Zahl der Bugattis wird übrigens nicht geringer, im Gegenteil: Liebhaber geben siebenstellige Summen für einen Nachbau aus.

„Die Verbindung von Technik und Kunst macht den besonderen Reiz eines Bugatti aus”, erläutert Oliver Kuhn vom holländischen Bugatti-Club und am Montag Organisator des Eifeltages. Ihm war die Aufgabe zugefallen, eine interessante und abwechslungsreiche Streckenführung vorzubereiten.

Auch ein betagter Bugatti kann, betankt mit Rennbenzin, noch bis zu 200 Kilometer schnell werden, doch dieses Tempo wurde beim Eifel-Tag nicht angestrebt.
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