Bürgermeisterwahl: Renate Reinartz als parteilose Einzelbewerberin

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Will Bürgermeisterin für Monschau werden: Renate Reinartz. Foto: Markus Kreisel

Monschau. „Natürlich sind meine Chancen gering, Bürgermeisterin zu werden“, weiß Renate Reinartz. „Aber wir alle entscheiden das am 25. Mai. Und ich freue mich über jeden, der sein Wahlrecht wahr nimmt. Und wenn ich nur ein paar Menschen dazu gebracht habe, nicht mehr politikverdrossen zu sein, hat es sich gelohnt“, sagt die 50-Jährige aus Monschau.

Ehe es so weit ist und Renate Reinartz tatsächlich auf dem Wahlzettel auftaucht, bedarf es allerdings noch einiger Hilfe. „Ich benötige 160 Unterstützerunterschriften von Monschauer Wahlberechtigten, da ich als parteiloser Einzelbewerber antrete. 90 habe ich schon, 70 brauche ich noch“, rechnet die aus Bedburg stammende Wahl-Altstädterin vor.

So wie dann bei der Kommunalwahl müssen die Unterstützer mindestens 16 Jahre alt sein und ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Monschau haben. „Und es gibt jede Menge EU-Bürger bei uns, die nicht wissen, dass sie bei der Kommunalwahl auch wählen und mich unterstützen dürfen“, ergänzt Renate Reinartz.

Die 50-Jährige ist seit 22 Jahren selbstständiger Softwareentwickler, Technischer Redakteur, Softwarelokalisierer und Coach für Webmarketing und dürfte manchem noch als Vertreterin der Piratenpartei bekannt sein, der sie aber mittlerweile nicht mehr angehört. „Die Piratenpartei, der ich von 2009 bis 2012 angehört habe, ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, und ich möchte keine Parteipolitik zwischen meinen Wählern und mir stehen lassen“, erläutert Renate Reinartz, die bis Mitte 20 auch in der JU ihrer damaligen Heimat war.

Renate Reinartz zählt eine Menge Dinge auf, die sie im Falle einer Wahl anpacken möchte: „Ich möchte dafür arbeiten, dass die Altstadt als Wohnort wieder attraktiv wird. Die Fachwerkhäuser sind perfekt für Freiberufler und kleinen Versandhandel. Wir brauchen auch wieder Angebote für Jugendliche. Das Internet muss in ganz Monschau ausgebaut werden.

Ich möchte eine Alternative zu den alten Strukturen bieten, unabhängig von Parteien. Ich will den öffentlicher Nahverkehr verbessern, den Haushalt der Stadt kritisch durchsehen und optimieren und die Mitbestimmung der Bürger verbessern“, sprudelt es aus der 50-Jährigen heraus, auch wenn sie einräumt, „noch kein fertiges Wahlprogramm zu haben“.

Das möchte sich Renate Reinartz in den nächsten Wochen durch den Kopf gehen lassen – und zwar auf dem Jakobsweg, auf dem sie zwölf Wochen lang pilgern wird. Natürlich werde danach die Zeit etwas knapp, „aber ich habe ja noch sechs Wochen Zeit von April bis Ende Mai, potenziellen Wählern alles ausführlich zu erklären“, glaubt die 50-Jährige, die nach eigenen Angaben „Unterstützung durch fast alle Altersgruppen“ erfährt.

Wer Renate Reinartz zunächst in ihrer Kandidatur unterstützen möchte, findet Kontaktmöglichkeiten unter www.mon-schau.de.

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