Bürgermeisterwahl: Kandidat aus Monschau tritt in Roetgen an

Von: P. St.
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Björn Schmitz (li.) wurde von der Roetgener CDU als Bürgermeister-Kandidat gewählt: Vorsitzender Stephan Speitkamp sieht seine Partei mit dem Bewerber aus Monschau gut aufgestellt. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Die CDU Roetgen hat ihr Kandidaten-Karussell für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 beendet: Björn Schmitz soll als neuer Bürgermeister ins Roetgener Rathaus einziehen. Dem 44-jährigen Diplom-Verwaltungswirt wurde von der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Roetgen mit einer deutlichen Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen.

Einzige Gegenkandidatin an diesem Abend war die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anita Buchsteiner (47). Auf Björn Schmitz entfielen 31 Stimmen, die Mitbewerberin erhielt 17 Stimmen. Die überraschende Personalentscheidung erhält eine besondere Note durch die Tatsache, dass Björn Schmitz aus der Nachbarkommune Monschau stammt und derzeit bei der Stadtverwaltung Monschau beschäftigt ist, wo er an verantwortlicher Stelle für die Bereiche Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung zuständig ist.

Die Kandidatenkür der CDU Roetgen stand unter besonderen Vorzeichen, hatten doch ursprünglich nicht weniger als neun Kandidaten Interesse an der Bewerbung für den Bürgermeisterposten bekundet. Nach zahlreichen Gesprächen blieben am Ende vier Kandidaten übrig, die bei der Mitgliederversammlung vorgeschlagen wurden. Städteregionstagmitglied und CDU-Urgestein Ronald Borning zog am Abend aber seine Kandidatur ebenso zurück wie auch Ratsvertreter Bernd Vogel, so dass den Mitgliedern die Entscheidung leichter gemacht wurde. Beide Bewerber machten deutlich, dass sie nach reiflicher Überlegung und auch aus persönlichen Gründen ihre Kandidatur zurückziehen würden.

„Das ist ein überwältigendes Ergebnis,“ freute sich Björn Schmitz nach dem Stimmenauszählung, der eine überzeugende Darstellung seiner inhaltlichen Vorstellungen, die er mit dem Amt des Bürgermeisters verbindet, abgeliefert hatte.

Die unterlegene Bewerberin Anita Buchsteiner, die im Controlling einer Aachener IT-Firma beschäftigt ist, hatte zuvor erläutert, dass sie als Bürgermeisterin vor allem das Gespräch mit dem Bürger suchen wolle, aber auch nachhaltig darauf achten werde, dass vom Rat gefasste Beschlüsse wieder zügiger von der Verwaltung umgesetzt würden.

Björn Schmitz ist verheiratet, hat drei Kinder, ist in Höfen geboren und lebt seit sieben Jahren mit seiner Familie in Imgenbroich. Der CDU gehört seit Anfang der 90er Jahre an Als Kommunalbeamter verfügt über eine 25-jährige Erfahrung in der Stadtverwaltung Monschau. Entsprechende seiner bisherigen Tätigkeit legt er daher in seiner Vorstellungsrede die Schwerpunkte auf die Themen städtebaulichen Entwicklung, Struktur- und Wirtschaftsförderung. Als Leiter des Innovationszentrums Himo in Imgenbroich unterstrich Schmitz seine besondere Nähe zur Thematik von Gewerbeflächenentwicklung und Neuansiedlung von Betrieben. „Die Chancen der Gemeinde Roetgen als Gewerbestandort sind noch lange nicht ausgereizt“, sagte Schmitz, der in der Schaffung von neuen Arbeitsplätze ein wichtiges Instrument sah, der enorm hohen Auspendlerquote in der Kommune (80 Prozent) entgegenzuwirken.

Roetgen könne sich auch noch stärker als Einzelhandels-Standort profilieren, und bei der Lösung von innerörtlichen Verkehrsproblemen sei es vorrangig, sich mit den Entscheidungsträgern an einen Tisch zu setzen“.

Eine große Chance sah Björn Schmitz nach wie vor, auch bei den Planungen für einen Bushof im Gewerbegebiet einen Schritt nach vorne zu kommen. Wesentlich sei allerdings, dass die Chance genutzt werde, umgehend einen Antrag auf Fördermittel zu stellen. Abschließend meinte der Kandidat: „Roetgen ist ein modernes Dorf mit vielen Möglichkeiten. Hier möchte ich gestalten und nicht nur verwalten.“

Bei einer kurzen Fragerunde an die Kandidaten ging es vor allem um Fragen, ob diese sich ein langfristiges Engagement in Roetgen vorstellen können und wie man gedenkt, die vorgetragenen Ideen angesichts einen geringen finanziellen im Etats in die Tat umzusetzen.

Nach der Wahl bot Björn Schmitz seiner unterlegenen Mitbewerberin Anita Buchsteiner eine konstruktive Zusammenarbeit an. Diese Ball spielte sie sofort zurück: „Wir können nur alle gemeinsam die Wahl gewinnen.“

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