Bürgermeisterin im Einsatz für „Kabanga”

Von: rpa
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Kinder der Konzener Grundschule waren gemeinsam mit ihrer Lehrerin Marion Wernerus und einigen Müttern zu Gast im Monschauer Rathaus, um dort Bürgermeisterin Margareta Ritter ein Plakat zum Aktionstag der Schule am 12. Juni zum Thema „Konzen-Kinder-Kabanga” zu überreichen Frau Ritter hat die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen. Foto: R. Palm

Monschau/Konzen. „Müssen Sie viel arbeiten? Was verdienen Sie? Haben Sie einen Butler?” Die Kinder aus der Grundschule Konzen stellten mutig und munter Fragen, und Bürgermeisterin Margareta Ritter antwortete frei und offen, so dass die Jungen und Mädchen später zufrieden das Monschauer Rathaus wieder verlassen konnten.

Die Gegenfrage von Bürgermeisterin Ritter an die Kinder lautete: „Möchte einer von Euch Bürgermeister oder Bürgermeisterin werden?” Wie im Chor antworteten die Kinder laut und deutlich mit einem „Nein”. Dabei, so Margareta Ritter, sei es doch ein „schöner Beruf, Bürgermeisterin zu sein.” Als Bürgermeisterin könne sie vieles gestalten, auch sorge sie mit dafür, dass die „Schule vor Ort bleibt und dass auch die Schulbusse fahren.”

Die Jungen und Mädchen des vierten und zum Teil auch des dritten Schuljahres der Grundschule in Konzen hatten einen guten Grund, im Monschauer Rathaus die Bürgermeisterin zu besuchen: Die Grundschule Konzen feiert am Samstag, 12. Juni, einen Aktionstag unter dem Thema „Konzen-Kinder-Kabanga”.

Der Anlass des Festes mit einem bunten Programm ist der „Kinderwelt-Award 2010” für sozial engagierte Schulen unter dem Titel „Teilen lohnt sich”. Mit diesem Projekt unterstützen die Kinder der Grundschule Konzen den Konzener Missionar Bruder Theo Call im afrikanischen Kabanga, der dort Schulen baut, für Strom und Wasser sorgt und verfolgten Albino-Kindern in der Blindenschule Schutz und Hilfe gibt. Bürgermeisterin Margareta Ritter ist Schirmherrin des Aktionstages.

Die Kinder waren nun gemeinsam mit Marion Wernerus, der kommissarischen Schulleiterin und einigen Müttern nach Monschau zum Rathaus gewandert, um dort die Bürgermeisterin zum Fest persönlich einzuladen und ein selbst gemaltes Plakat zu überreichen.

Zwei Kinder berichteten dann über den Hintergrund des Projektes „Konzen-Kinder-Kabanga” und wie es zustande gekommen ist: Kinder in fernen Ländern sei das Thema im Unterricht gewesen. Und über „Kinder in fernen Ländern” habe Martin Krings dann in Wort und Bild berichtet, gemeinsam mit seiner Frau Elke hatte er den aus Konzen stammenden Afrikamissionar Bruder Theo Call auf der Missionsstation besucht.

So erfuhren die Konzener Kinder, dass ein Schulbesuch in Kabanga-Kigoma 12 Euro im Jahr kostet und so manche Eltern diese Summe nicht aufbringen können. „Da müssen wir was tun”, hatten die Kinder in Konzen nach dem Vortrag von Martin Krings, Vorsitzender des Fördervereins „Bruder Theo Call”, entschieden.

So kam es zum Plan, einen Aktionstag zu organisieren. Und dann erzählten die Kinder der Bürgermeisterin, was am 12. Juni so alles angeboten wird: von afrikanischer Musik des Schulchores über afrikanische Speisen bis zu einem Flohmarkt mit Verlosung sowie Kaffee und Kuchen.

Eine besondere Aktion: Kinder des 4. Schuljahres waschen gegen eine Spende für die Kinder in Kabanga am Feuerwehrgerätehaus im Gewerbegebiet Autos.

Was könne sie als Bürgermeisterin tun, um den Erlös zu steigern, fragte die Margareta Ritter. Und die Kinder hatten eine Idee: „Helfen Sie uns beim Autowaschen.”

Und dann ging es los, die Kinder konnten die Bürgermeisterin mit Fragen „löchern”.

Margareta Ritter antwortete ausführlich und für die Kinder verständlich, sie berichtete über die Sitzordnung im Rat, über die Arbeit der Verwaltung, über die Verantwortung im Amt und darüber, dass die städtische Bücherei demnächst vom Rathaus in die Sparkasse umziehen wird.

Abschließend versicherte sie, dass sie am 12. Juni gerne nach Konzen zur Grundschule kommen werde, um gemeinsam mit den Kindern, den Lehrern, Eltern und Bürgern den Aktionstag „Konzen-Kinder-Kabanga” zu feiern.
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