Simmerath - Bürgermeister unterrichtet Schülerinnen

Bürgermeister unterrichtet Schülerinnen

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32 Schülerinnen der Bischöfl
32 Schülerinnen der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula waren vergangene Woche zu Gast im Simmerather Rathaus. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns informierte sie über regenerative Energien.

Simmerath. Am vergangenen Dienstag besuchten 32 Schülerinnen des Wirtschaftskundeunterrichtes Klasse 7 der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula zusammen mit ihrem Fachlehrer, Franz-Peter Müsch, im Rahmen der Unterrichtseinheit „Nachhaltigkeit und regenerative Energien” die Gemeindeverwaltung in Simmerath.

In einzelnen Stunden wurden bis dahin verschiedene Themen wie Atomstrom, erneuerbarer Strom, Netzausbau, Gebäudesanierung, Energieeffizienz besprochen. Da aber nun in Lammersdorf, Höfen und Roetgen neue Windparks und in Strauch und am Rursee ein Pumpspeicherkraftwerk entstehen sollen, bot es sich an, vor allem über den geplanten Windpark Lammersdorf, aber auch das Pumpspeicherkraftwerk Informationen aus erster Hand zu erfahren.

Der Simmerather Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns, nahm sich mehr als eine Stunde Zeit, den Schülerinnen im Sitzungssaal des Rathauses anhand einer Power-Point-Präsentation die geplanten möglichen Stromquellen zu erläutern.

Zunächst einmal wurden die Schülerinnen im Sitzungssaal nach Parteien sortiert auf die Stühle der 32 Ratsmitglieder verteilt. Einige Schülerinnen durften sogar auf der „Regierungsbank” des Bürgermeisters, des Beigeordneten sowie der ehrenamtlichen Vertreter sitzen und somit in „gehobener” Position an der Schulstunde des Bürgermeisters teilnehmen. Erläutert wurden das geplante Vorhaben der Firma Trianel, die Auswirkungen auf die Steuereinnahmen der Gemeinde Simmerath, vor allem auch die immense Stromerzeugung sowie natürlich auch die Auswirkungen auf die Umwelt. Sehr lebhaft beteiligten sich die Schülerinnen an der Diskussion, und der Bürgermeister blieb keine Antwort schuldig. In lockerer Form wurde eine Ratssitzung simuliert und somit auch den Schülerinnen die Arbeit ihrer Volksvertreter näher gebracht.

Die Diskussion war so intensiv und dauerte so lange, dass eine Führung durch das Rathaus aus Zeitgründen (Abfahrtszeit der Busse) nicht mehr erfolgen konnte, sodass der Bürgermeister die Schülerinnen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ins Rathaus einladen möchte. Insgesamt war dies eine rundum gelungene Veranstaltung, in der die Schülerinnen viel über das Riesenvorhaben der Gemeinde Simmerath erfuhren, aber auch erkannten, wie intensiv die Planung eines solchen Megaprojektes ist und wie viel Zeit eine solche Planung in Anspruch nimmt.

Da die Klasse etwas zu früh in Simmerath war, nutzte man noch die Gelegenheit, sich in der Seniorenresidenz am Rathausplatz von einer Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes über das Haus, aber vor allen Dingen auch über die Aufgaben zu informieren. Mit dem Besuch soll weiteres Interesse daran geweckt werden, dass auch die Schülerinnen der Kl. 7 nach denen der Kl. 8 und 9 in das Projekt „Jung und Alt” einsteigen, um als Patinnen alte Menschen im Altenheim regelmäßig zu besuchen. Alles in allem war es ein rundum gelungener Besuch der Realschülerinnen aus Monschau in der Gemeinde Simmerath und ein pädagogischversierter Bürgermeister, dem seine „Lehrerrolle” sichtlich Spaß machte.
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