Bürgermeister wünscht mehr Personal für das Rathaus in Roetgen

Bürgermeister Klauss wünscht sich mehr Personal fürs Rathaus

Von: P. St.
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Roetgen. Um 13 Prozent möchte die Gemeindeverwaltung Roetgen ihren Personalbestand steigern. Sind bisher 40 Mitarbeiter im Rathaus beschäftigt, so sollen es im Laufe des kommenden Jahres 45 werden.

Diese gewünschte deutliche Aufstockung, die eine Steigerung bei den Personalkosten um rund 116.000 Euro bedeuten würde, löste in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Zuge der Stellenplan-Beratung großen Mitteilungsbedarf der politischen Vertreter aus, ehe der Plan für 2018 schließlich bei fünf Enthaltungen und sieben Ja-Stimmen dem Rat zur Verabschiedung empfohlen wurde.

Durch die in der Verwaltung anfallende Mehrarbeit habe sich zusätzlicher Personalbedarf ergeben, erläuterte Bürgermeister Jorma Klauss die Maßnahme. Die Mehrarbeit resultiere auch aus einer Fülle von Anträgen der Fraktionen, die geprüft werden müssten. Die Ausweisung neuer Baugebiete stehe an, und auch das Liegenschaftsmanagement wolle man „auf solide Füße“ stellen.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung sollten auch „Prozesse optimiert“ werden. Die derzeitige Personaldecke lasse keinen Spielraum, um neue Entwicklungen anzustoßen, sagte Klauss. Die Neueinstellung eines Waldarbeiters, die vorübergehende Doppelbesetzung der Schulhausmeisterstelle und die Übernahme eines Auszubildenden seien weitere Ursachen für den höheren Personalschlüssel.

Mitarbeitern Anreize bieten

Letztendlich gelte es auch, Mitarbeitern finanzielle Anreize zu bieten, damit diese im RoetgenerRathaus gehalten werden könnten, sagte Klauss.

„Es gibt immer gute Gründe für mehr Stellen“, meinte Grünen-Ratsherr Bernhard Müller, aber die entscheidende Frage sei, ob die Gemeinde sich das finanziell leisten könne.

„Wir trauen dem Bürgermeister zu, die richtigen Schritte bei der personellen Ausstattung zu gehen“, unterstützte Michael Seidel (CDU) den neuen Stellenplan. Gleichzeitig müsse man aber auch das „Anspruchsdenken“ der Ratsvertreter bei Wünschen an die Verwaltung auf den Prüfstand stellen. „Bei 45 Leuten in der Verwaltung hat man noch den Überblick“, unterstützte auch Klaus Onasch (SPD) die neue Personalstruktur.

Wichtig sei es schließlich auch, die Mitarbeiter der Verwaltung zu motivieren und durch finanzielle Anreize attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Diese Auffassung unterstütze auch Willi Axer (SPD): „Der Bürger erwartet vernünftige Arbeit von der Verwaltung“. Dafür seien eine gute Personalausstattung und eine angemessene Vergütung die Voraussetzung.

Ihre Stimmenthaltung bei der Verabschiedung des Stellenplans begründete Silvia Bourceau (UWG) damit, dass man sich nicht in der Lage sehe, zu beurteilen, welche Personalstärke bei der Gemeindeverwaltung Roetgen erforderlich sei.

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