Bürgermeister Hermanns hat „nix mehr zu kamelle“

Von: P. St.
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Glück gehabt: Prinzessin Gaby II. (Schütt) von der KG Breybrobbele Einruhr, feierte Fettdonnerstag ihren 50. Geburtstag. Da gab es Blumen von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz-Hermanns. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Chefsprecher Bruno Nellessen brachte es bildlich, wenn auch in nicht ganz korrektem Amtsdeutsch auf den Punkt: „Der Bürgermeister hat hier nix mehr zu kamelle!“ Karl-Heinz Hermanns trug es mit Fassung, als ihm Fettdonnerstag um Punkt 11.11 Uhr vor versammelter Mannschaft für die kommenden Tage die Oberhand über die Gemeinde Simmerath entzogen wurde.

Doch der Bürgermeister und seine Mitstreiter waren bestens vorbereitet auf diese Attacke der vereinigten Simmerather Jecken, mehr noch: Das Rathaus bereitete den sechs örtlichen Karnevalsgesellschaften sogar einen überaus freundlichen Empfang, was wesentlich zur Besänftigung der Angreifer beitrug.

Gerecht verteilt wurden dann die einzelnen Aufgaben im Hause, und in den kommenden Tagen trifft der Bürger, ob im Sozial- oder Bauamt, überall nur noch auf Prinzen und Dreigestirne.

Die Rathauserstürmung am Fettdonnerstag hat sich längst zur Großveranstaltung entwickelt, und an keinem Tag im Jahr sieht man mehr Jecke auf den Rathausfluren. Über 200 Abgesandte der Gesellschaften aus Simmerath (Sonnenfunken), Rollesbroich (Klev Botze), Kesternich (Lehmschwalbe), Einruhr (Breybrobbele), Rurberg (Kiescheflitscher) und Lammersdorf (Bessemsbenger) sorgten für drangvolle Enge im Sitzungssaal.

Hinzu gesellten sich Mann und Frau aus dem Volk und natürlich die närrische Rathaustruppe, die mit ihrem Motto „Weit angereist durch Wald und Schnee - Zauberer, Kobolde, Elfen und die gute Fee“ zumindest bei der Wetterprognose Weitblick bewiesen hatte.

Die letzten Minuten vor der Machtübernahme nutzte Karl-Heinz Hermanns, um mit seiner zauberhaften Truppe, präsentiert von Moderator Bruno Nellessen, dem Präsident der Kiescheflitscher, Einzug zu halten.

Kein Quadratmeter Platz mehr war im Sitzungssaal als der Bürgermeister dann die Rathausschlüssel verteilte und sich endgültig geschlagen gab.

Platz schufen sich aber wieder die Akteure, denn bevor es weiter im Tagesprogramm ging, gab es noch kurze Vorführungen der einzelnen Gesellschaften, ehe sich die Beteiligten ja nach Neigung in die umliegenden närrischen Gefilde absetzten.

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