FuPa Freisteller Logo

Bürgermeister blickt zurück und nach vorn

Von: Helga Giesen
Letzte Aktualisierung:
6889894.jpg
Projekte für das Jahr 2014: Die Bereitstellung von Gewerbeflächen östlich der Bundesstraße gegenüber dem bestehenden Gewerbegebiet gehört für Roetgens Bürgermeister Manfred Eis dazu.
6889898.jpg
Rückte beim Neujahrsempfang in Roetgen das Thema Finanzen in den Vordergrund: Bürgermeister Manfred Eis.

Roetgen. Viele Hände hatten Bürgermeister Manfred Eis und seine Frau Marion am Samstagmorgen im Rathaus zu schütteln, denn zum Neujahrsempfang der Gemeinde Roetgen hatte sich eine große Gästeschar eingefunden.

Unter den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich als Repräsentanten der örtlichen Vereine, Institutionen und Kirchen, als Vertreter aus dem Geschäftsleben sowie aus Politik und Verwaltung ein Stelldichein im Sitzungssaal gaben, begrüßte der Verwaltungschef unter anderem Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie Gäste aus den Nachbarkommunen Monschau, Simmerath, Raeren und Lontzen. Ein weiterer Gruß und ein herzlicher Applaus für die musikalische Einstimmung galt dem Jugendorchester der Musikvereinigung Roetgen unter der Leitung von Harry Brandts.

Weihnachtsmarkt etabliert

Traditionell ist der Neujahrsempfang Anlass für Rückblick und Ausblick auf alles, was für die Gemeinde von Bedeutung ist. Chronologisch ließ der Bürgermeister das vergangene Jahr unter verschiedenen Aspekten Revue passieren. Besondere Würdigung erfuhren dabei die zahlreichen Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr und das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürger insgesamt, das sich auch in der erstmaligen Verleihung von Ehrenamtskarten zeigte.

Er dankte auch den Vereinen für ihren Einsatz auf unterschiedlichsten Gebieten, unter anderem dem Ortskartell, das nach mehrjähriger Pause wieder erfolgreich einen Weihnachtsmarkt in Roetgen etablieren konnte.

Nach 13 Jahren Stillstand

Zu den nach teilweise langjährigen Bemühungen erfolgreich abgeschlossenen Maßnahmen zählte der Verwaltungschef unter anderem den jetzt dank eines Aufzugs barrierefreien Zugang zum Rathaus, die Fertigstellung der Bauabschnitte 2 und 3 an der Grundschule, so dass die Schulklassen wieder in ihre jetzt neu gestalteten Unterrichtsräume zurückkehren konnten, die bis auf Restarbeiten abgeschlossene Sanierung des Lehrschwimmbeckens und den kurz bevorstehenden Umzug der DRK-Rettungswache vom Provisorium an der Bundesstraße in das neue Haus an der Hauptstraße. Damit sei es gelungen, den Rettungsdienst für die ganze Gemeinde zu optimieren, betonte Eis.

Roetgen bleibe nach bisherigen Prognosen ein beliebter Wohnstandort, dem trage die Gemeinde Rechnung durch die Bereitstellung von Wohnbauflächen, verwies der Bürgermeister auf zwei Flächenausweisungen an der Greppstraße mit insgesamt 37 Grundstücken. Nach 13 Jahren des Stillstands konnten im vergangenen Jahr auch bei der Gestaltung der Flächen im Plangebiet Wiedevenn endlich gute Ergebnisse erzielt werden, blickte er zurück.

Als einzige Kommune weit und breit verfüge Roetgen über zwei öffentliche Bücherschränke, konnte der Bürgermeister stolz die Aufstellung eines weiteren, von der Bevölkerung gut angenommenen Bücherschranks in Rott vermelden. Als weiteren kulturellen Höhepunkt sah er die erfolgreiche Premiere des Grenzlandtheaters im Bürgersaal, der schon ein weiteres Gastspiel folgte. Weitere Aufführungen seien geplant, die nächste am 27. April, kündigte er an.

„Ich vermisse ihn“, nannte der Bürgermeister als Wermutstropfen nicht nur für ihn persönlich den Weggang des langjährigen Seelsorgers und Freundes Pastor Hans-Georg Schornstein aus Roetgen.

Sowohl im Rückblick und ganz besonders in der Vorschau auf 2014 nahmen das Thema Kommunalfinanzen im Allgemeinen und die eigene finanzielle Lage in den Ausführungen des Verwaltungschefs großen Raum ein. Neben der energetischen Sanierung der Grundschule mit einem geplanten Finanzaufwand von gut einer Million Euro kündigte er als Projekte für 2014 die Sanierung des Kunstrasenplatzes, die Bereitstellung von Gewerbeflächen östlich der Bundesstraße und Bemühungen um die Nutzung bebaubarer Grundstücke in Rott, wo es keine großflächige Bebauung mehr geben wird, an.

Unter den nach seiner Meinung zahlreichen Ungereimtheiten in der öffentlichen Finanzpolitik, denen nur mit einer konsequenten Gemeindefinanzreform beizukommen sei, erbost den Bürgermeister besonders die Zahlpflicht der Gemeinde zum Solidarbeitrag für finanzschwache Kommunen, obwohl Roetgen selbst gerade erst dem Nothaushalt entronnen und für zehn Jahre an ein Haushaltsicherungskonzept gebunden ist.

Mit einer Erhöhung des geplanten Haushaltsdefizits durch diese zusätzliche Belastung und einer daraus resultierenden zusätzlichen Anhebung der Steuerhebesätze könne er absolut nicht einverstanden sein, betonte er. Er hoffe, dass einige gut gemeinte Absichten des Berliner Koalitionsvertrags trotz nur vager Formulierungen im Sinne der Kommunen umgesetzt werden, beschloss er seine Ausführungen.

Den feierlichen Schlusspunkt des offiziellen Teils setzte das Jugendorchester mit dem Intonieren der Nationalhymne und begleitete anschließend den regen Gedankenaustausch der Gäste mit unterhaltsamen Weisen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert