Bürger werden initiativ: Farbenfrohe Ostern in der Eschbachstraße

Von: Peter Stollenwerk
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Osterhase und Co. verschönern die Eschbachstraße in Monschau: Seit vielen Jahren bereits sorgt eine private Initiative mit unterschiedlichen Deko-Themen für eine optische Aufwertung der historischen Altstadtgasse. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück.“ Mit diesen blumigen Worten leitet der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe seinen berühmten „Osterspaziergang“ ein. Diese Zeilen kommen dem Spaziergänger auch in den Sinn, wenn er in diesen Tagen durch die Monschauer Eschbachstraße schlendert.

Das Pflaster der engen Altstadtgasse ist längst vom Eise befreit, aber was viel wichtiger ist: Die manchmal von den Touristen etwas links liegen gelassene Straße im historischen Altstadtkern ist vor allem von der Langzeit-Baustelle befreit, die den Anwohnern und Geschäftsleuten weit über ein Jahr lang das Leben schwer machte.

Unbeschwert und ungestört kann man jetzt wieder zwischen Rurcafé und der Rurbrücke am Aukloster durch die Häuserschlucht streifen. Was den Gang durch die untere Eschbachstraße in diesen Tagen aber besonders lohnend macht, ist die bunte und liebevolle arrangierte Oster-Dekoration, die an den Fassaden für einen augenfälligen Blickfang sorgt. Osterhasen, Buchsbaum und farbenfrohe Ostereier sind für die belebende und einladende Atmosphäre verantwortlich.

Zum Saisonstart 2017 ist es einmal mehr einer privaten Eigeninitiative zu verdanken, die für dieses hübsche Erscheinungsbild in der Eschbachstraße verantwortlich ist. Auf Judith Henges, Mechthild Juchems und Helmi Lück war auch diesmal wieder Verlass: Bereits seit etwa 15 Jahren sorgen sie mit viel Aufwand und Engagement dafür, dass die Eschbachstraße saisonal passend dekoriert wird. Etwa zehn Anwohner und Geschäftsleute unterstützen mit einem finanziellen Beitrag zu den Materialkosten diese Initiative.

„Stunden und Tage“ seien erforderlich, ehe die Dekoarbeit fertiggestellt sei, erzählt Judith Henges, die lieber mit Freude zur Tat schreitet, anstatt über schlecht gehende Geschäfte zu klagen oder die öffentliche Hand in die Pflicht zu nehmen. Es gehe ihr darum, die Eschbachstraße aufzuwerten, die zwar im Zentrum der historischen Altstadt liege, aber für viele Menschen doch weit entfernt zu sein scheine und häufig von den Touristen überhaupt nicht wahrgenommen werde.

Monschau habe es verdient, aufgewertet zu werden, sagt die Geschäftsfrau, die in ihrem Laden in der Eschbachstraße Unikat-Taschen und -Koffer anbietet und daher weiß, wie wichtig eine gute Optik ist: „Für einen Ort wie Monschau, der vom Tourismus lebt, ist das äußere Erscheinungsbild ganz besonders wichtig.“

Die nächsten Pläne für eine dekorative und und individuelle Gestaltung der Eschbachstraße sind bereits gemacht. Anlässlich des Monschau-Festivals im August soll die Straße ein thematisch passendes Bild abgeben, und auch zur Herbstzeit sowie pünktlich zum Weihnachtsmarkt soll sich die Eschbachstraße wieder in einem außergewöhnlichen Gewand zeigen, das zum Schauen und Kaufen anregen soll.

„Alle sind begeistert von dieser Aktion“, sagt Anneliese Strauch vom Mon-Bistro stellvertretend für die Geschäftsleute und Anwohner in der Eschbachstraße. Nach Beendigung der Bauarbeiten könne die Eschbachstraße jetzt einen positiven Schub gebrauchen.

Mit den Bauarbeiten selbst hadert die Wirtin überhaupt nicht: „In einem engen Altstadtbereich ist die Situation eben besonders schwierig. Die Baufirma hat sich höchstes Lob verdient.“

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