Bürger sollen an Entwicklung Roetgens aktiv mitwirken

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
14715773.jpg
Neu und Alt müssen sich bei der Ortsentwicklung nicht im Wege stehen. Wie es funktionieren kann, zeigt das Gestaltgutachten der RWTH Aachen für die Gemeinde Roetgen auf. Foto: P. Stollenwerk.

Roetgen. Wie soll sich die Gemeinde Roetgen in Zukunft entwickeln? Das ist für die kleinste Kommune in der Städteregion Aachen eine wichtige Frage, denn Roetgen gehört zu jenen Siedlungsbereichen, die noch kontinuierlich wachsen.

Seit den 1970er Jahren bereits wächst die Bevölkerung jährlich um rund 100 Personen, auch wenn die Kurve in den letzten Jahren etwas abgeflacht ist. Eine entscheidende Grundlage für die Beantwortung der Frage liefert ein sogenanntes Gestaltgutachten für die Gemeinde Roetgen, das die Verwaltung im Jahr 2015 beim Lehrstuhl und Institut für Städtebau der RWTH Aachen in Auftrag gab.

Jetzt liegt das 180 Seiten umfassende Gutachten vor, das sich insbesondere mit Chancen und Möglichkeiten für die Ausweisung weiterer Wohn- und Gewerbeflächen befasst. Das langfristig angelegte Gutachten enthält Empfehlungen und Steuerungsvorschläge, wie es gelingen kann, gewachsene dörfliche Strukturen und das Wohnwachstum in Einklang zu bringen. Dabei stellt sich für die Gutachter die Frage, ob es erforderlich ist, die Bautätigkeit stärker zu steuern, auch um der Gefahr einer Beliebigkeit bei der Architektur vorzubeugen.

Das Gestaltgutachten soll aber kein Instrument zur Verhinderung von Entwicklungen sein, sondern für die weiteren strukturellen Maßnahmen einen Rahmen vorgeben. Es soll aufzeigen, wie die historische Entwicklung der Gemeinde unter zeitgemäßen Anforderungen weiterhin gewährleistet werden kann, heißt es in der Aufgabenbeschreibung.

Für die Erstellung des Gutachtens wurde das Gemeindegebiet in 14 Bereiche gegliedert (acht für Roetgen, vier für Rott und zwei für Mulartshütte).

Am kommenden Dienstag, 6. Juni, wird das Gestaltgutachten in der Sitzung des Bauausschuss beraten. Danach soll das Papier im Rahmen einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Von dieser Veranstaltung verspricht sich die Gemeindeverwaltung, dass man erste Eindrücke mitnehmen kann, welche Erwartungen die Bevölkerung an das Gestaltgutachten knüpft. Danach möchte der Bauausschuss das weitere Vorgehen erörtern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert