Buckelpiste von Mützenich nach Eupen wird wieder zur Straße

Von: Andreas Gabbert
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Hups, schon wieder ein Schlagloch erwischt: Auf der Monschaue Straße, die auch gerne als „Highway to Hell“ bezeichnet wird, reiht sich ein tiefes Schlagloch ans andere. Jahrelang wurde dort nur Flickschusterei betrieben, jetzt soll endlich wieder ein Teilstück saniert werden. Foto: A. Gabbert

Mützenich/Eupen. Die Fahrt über manchen Feldweg dürfte deutlich angenehmer sein als über die wichtigste Straßenverbindung zwischen der Nordeifel und dem benachbarten Belgien. Die Buckelpiste (N 67), die Mützenich und Eupen miteinander verbindet, ist im Volksmund eben nicht umsonst als der „Highway to Hell“ bekannt.

Für strapazierte Nerven und Stoßdämpfer gibt es aber nun gute Nachrichten: Zumindest ein Teilbereich der Fahrbahn wird endlich saniert. Dabei soll es sich um den asphaltierten Bereich der Strecke handeln, wie die Stadt Eupen in einer Pressemitteilung schreibt. Danach soll nur noch die „Betonstraße“ instandsetzungsbedürftig sein und zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden.

Für die Arbeiten wird die Strecke vom 16. April bis zum 20. Juni vollgesperrt. Zu den Arbeiten gehört der Ausbau der seitlichen Randsteine, das Abfräsen des alten Straßenbelags, die Ausbesserung des Fundaments, die Erneuerung der seitlichen Betoneinfassungen und des Straßenbelags sowie das Anbringen von Straßenmarkierungen. Außerdem soll bei Ternell ein gut gesicherter Fußgängerüberweg angelegt werden. Für den Ausbau stellt der Öffentliche Dienst der Wallonie (S.P.W.) als Bauherr 1 900 000 Euro bereit.

Nur noch im Notfall benutzt

Im Jahr 2006 war bereits ein rund drei Kilometer langes Teilstück zwischen dem Grenzübergang in Mützenich und dem Feuerwachturm saniert worden. Auf beiden Seiten der Grenze haben sich seit vielen Jahren Lokal- aber auch EU-Politikerinnen wie Sabine Verheyen für die Erneuerung der anderen Teilstücke eingesetzt. Allerdings erwies sich die wallonische Regionalregierung in Namur auf diesem Ohr allzu oft als taub.

Auch Mützenichs Ortsvorsteherin, Jacqueline Huppertz, hatte sich seit ihrer Amtsübernahme Ende 2009 für die Sanierung eingesetzt. Immer wieder wurden ihr Beschwerden von Bürgern zugetragen, die nach einer Fahrt über den „Highway“ Schäden an ihren Fahrzeugen festgestellt hatten. Deshalb sei die Strecke von vielen Bürgern nur noch im Notfall benutzt worden, erklärt Huppertz. Umso größer ist jetzt die Freude bei der Ortsvorsteherin „Da freut man sich, dass endlich was passiert und der Eintritt in das belgische Königreich deutlich angenehmer wird“, sagt sie.

Im Monschauer Rathaus kommt die Ankündigung ebenso gut an. Seit langem habe man sich mit den Kollegen in Eupen für die Sanierung eingesetzt. „Wir sind froh, dass Bewegung in die Sache kommt und Monschau und Eupen in Zukunft wieder besser erreichbar sein werden“, sagt der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Hermann Mertens.

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