Brücken zwischen Deutschen und Belgiern gebaut

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10 Jahre lang war Victor Neels Kommandant in Vogelsang. Die neue Urftseebrücke wurde jetzt auf den Namen des belgischen Offiziers getauft, um damit seinen Dialog zwischen Militär und Zivilbevölkerung zu würdigen. Foto: Küpper

Vogelsang. Sieben Monate hat der Bau des wohl wichtigsten Lückenschlusses gedauert: 124 Meter ist die Brücke zwischen Vogelsang und dem Urftseewanderweg entlang der K7 lang. Seitdem wird die neue Brücke von vielen Wanderern und Radfahrern, die den Nationalpark Eifel besuchen, benutzt.

Sie hat auch jetzt einen Namen: Am Samstag wurde sie offiziell auf den Namen „Victor-Neels-Brücke” getauft. „Ein besonderer Name für eine besondere Brücke”, wie Landrat Günter Rosenke bei der feierlichen Präsentation des Namens in Vogelsang verkündete.

Der 84-jährige Victor Neels war von 1970 bis 1980 Kommandant der belgischen Streitkräfte in Vogelsang. Der Flame war länger als jeder andere Platzkommandant des Übungsgeländes. „Seine Anwesenheit strahlte förmlich über Vogelsang hinaus in viele Teile der Eifel”, erklärte Landrat Rosenke. Neels sei es gelungen, den Ruf des Militärs umzukehren. Die Soldaten sollten nicht länger nur als NATO-Verbündete „ertragen werden”. Vielmehr seien die Soldaten dank des Einsatzes von Neels „immer mehr als Menschen anerkannt worden”, wie Rosenke die Entscheidung der Jury begründete, der über einen Ideenwettbewerb 220 Vorschläge für die neue Stahl- und Aluminiumkonstruktion vorlagen.

Unter der Leitung Neels engagierten sich die Soldaten in Vogelsang in erster Linie für Menschen mit Behinderungen. Das Offizierskorps übernahm unter Neels Partnerschaften über Behinderteneinrichtungen und sorgte für den Ferienaufenthalt von behinderten Kindern an der belgischen Nordseeküste. Neels war federführend bei der Initiierung des in der Vergangenheit sehr beliebten „Tag der offenen Tür” auf der ehemaligen Ordensburg.

Für seine Verdienste um die Völkerverständigung wurde Neels 1975 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. Zum Ende seiner Dienstzeit, Ende März 1980, wurde Neels als Europäer und Botschafter seiner Majestät im Eifeler Grenzland mit dem großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Neels hat zu seiner Zeit hier in Vogelsang Brücken zwischen Belgiern und Deutschen, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und zwischen Jungen und Alten gebaut”, würdigte Rosenke bildhaft die Verdienste, als er zusammen mit Innenminister Ingo Wolf, Konsul Patrizio Ventura, der Ministerin für deutschsprachige Gemeinschaft, Isabelle Weykmans, und Alt-Landrat Josef Linden eine Granitplatte mit dem Namenszug feierlich enthüllte.
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