Nordeifel - Brücke oder Tunnel: Antwort am 11. Mai?

Brücke oder Tunnel: Antwort am 11. Mai?

Von: Ernst Schneiders
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Schilder warnen Radfahrer davo
Schilder warnen Radfahrer davor, die „Himmelsleiter” zu queren. Die Städteregion spricht von „Lebensgefahr”. Foto: Ernst Schneiders

Nordeifel. Tunnel oder Brücke? Diese Frage bewegt seit geraumer Zeit die Gemüter. Wie soll die „Himmelsleiter”, die B 258, vom Ravel-Radweg gequert werden? Bereits vor längerer Zeit sind die Schienen der alten Vennbahn auf der „Himmelsleiter” entfernt worden.

Zu beiden Seiten der Hauptverkehrsader zwischen der Eifel und Aachen wurden auf der alten Bahntrasse Bäume und Straucher entfernt, der Untergrund planiert und mittlerweile asphaltiert. Inzwischen sind zu beiden Seiten die Zugänge mit Baustellenzäunen versperrt. Auf Schildern steht: „Achtung Lebensgefahr. Querung der Himmelsleiter strengstens verboten”.

Die Warnung kommt nicht von ungefähr, wie Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Denn auch schon vor der Asphaltierung der Trasse wurde die vormalige Schotterpiste vermehrt von Radfahrern frequentiert, die bei der Querung der „Himmelsleiter” jedesmal ihr Leben riskiert hätten. Außerdem sei die Radweg-Trasse wegen der Baustelle in Höhe des Roetgener Gewerbegebietes des öfteren als Schleichweg missbraucht worden. so Funken. Verstärkt würden die Hindernisse demnächst noch durch Poller und Holzbarrieren. Es handele sich, so Funken, schließlich um „illegale Nutzungen”, die die Städteregion aus Sicherheitsgründen unterbinden müsse.

Damit diese Kreationen aus Holz, Metall und Maschendraht wieder verschwinden kann, bedarf es der Beantwortung einer Frage: Tunnel oder Brücke? Wie letztlich der Ravel-Radweg, bereits vorab als touristisches Hightlight für die gesamte Region gefeiert, die „Himmelsleiter” quert, darüber wird zur Zeit noch mit dem Landesbetrieb Straßen NRW verhandelt, in dessen Zuständigkeit die Bundesstraße liegt.

Am 11. Mai soll das Thema im Bauausschuss der Städteregion ausführlich besprochen werden, so Funken. Dabei sei es Ziel der Verwaltung, in dieser Sitzung sowohl etwas zur Position der Städteregion als auch zur möglichen Finanzierung zu sagen.

Denn gleichgültig, ob Tunnel oder Brücke, das Projekt kostet richtig Geld. So ist es durchaus von Belang, aus welchen Töpfen wieviel Euro für die Querung lockergemacht werden kann.

Baudezernent Uwe Zink hat in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass er eine „hochwertige” Brücke bevorzugt, um auch dem Anspruch „Tor zur Eifel” gerecht zu werden. Städteregionsrat Helmut Etschenberg, wie Zink derzeit in Urlaub, könnte sich nach Funkens Worten allerdings auch mit einem Tunnel anfreunden, sofern er eine „vernünftige Lösung” sei, welche die Verkehrssicherheit garantiere. Spätestens dann werden die Barrieren zu beiden Seiten der B 258 überflüssig.

So lange wird die Städteregion allerdings nicht die Hände in den Schoß legen. Gleichgültig, was bei der Sitzung am 11. Mai herauskomme, so Funken, „wir werden dann auf Tournee gehen und mit den Verantwortlichen in Monschau, Simmerath und Roetgen sprechen”.
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