Brings haben ihre Fans in Eicherscheid schnell im Griff

Von: Barbara Berger
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Das Schottenmuster als Beinkleid erhöht den Wiedererkennungswert: Die Kölsch-Rocker Brings sorgten für Dauerstimmung in der Eicherscheider Tenne. Foto: Barbara Berger

Eicherscheid. Es ist dunkel in der Tenne. Auf der großen Bühne am Ende des Saals sind Instrumente, Mikrofone und Verstärker nur schemenhaft zu erkennen. Vor der Bühne gespanntes Warten. Jede Sekunde könnte es so weit sein.

Jede Sekunde könnte es losgehen mit der „superjeilen Zick”, also mit dem Auftritt der Kölschrockband „Brings”, die bekannt ist dafür, dass sie die Bühne zu Beginn ihrer Auftritte geradezu erstürmt.

Genau diese energiegeladenen Darbietungen schätzen die Fans, die übrigens trotz des Halbdunkels gut auszumachen sind an den bunten Band T-Shirts, die sie stolz tragen.

Immer weiter nach vorne Richtung Bühne versuchen sich die Musikbegeisterten zu arbeiten, und lassen die Tenne in Eicherscheid dadurch geradezu winzig erscheinen. Unter ihnen auch Wilma und Margarethe, die eigens aus Alsdorf gekommen sind, um Brings live zu erleben.

„Dumm nur, dass wir uns auf dem Weg hierher total verfahren haben”, kichern sie. Dass ihr Navigationsgerät sie nach Eicherscheid, einem Ortsteil von Bad Münstereifel gelotst hat, tut ihrer guten Laune keinen Abbruch. Die lassen sie sich nicht nehmen, eher im Gegenteil, jetzt wollen sie erst recht entschädigt werden für diesen ungeplanten Umweg.

Unterdessen regt sich auf der Bühne etwas. Unruhe kommt auf. Es ist aber zunächst noch einmal das Quartett SylÔn Dan, das mit einer starken Mischung aus Gitarre, Querflöte, groovenden Drums und der stimmgewaltigen Sängerin Sylvia Noel als Vorband bereits für die entsprechende Raumtemperatur in der Halle gesorgt hatte.

„Brings haben sich verfahren”, lautet die Botschaft - so wie Wilma und Margarethe. Sollte Eicherscheid tatsächlich so versteckt liegen? Syl Ôn Dan helfen unbürokratisch aus und überbrücken die Minuten des Wartens mit zwei weiteren Kostproben aus ihrem Repertoire.

Dann aber: Blau strahlen die Scheinwerfer auf - in rot-schwarz karierten Bühnenoutfits stürmen die fünf Mundart-Rocker mit „Lang vorbei” vor das jubelnde Publikum. Danach gibt es kein Halten mehr: Bei „Man müsste noch mal zwanzig sein”, haben Brings ihre Gäste in Eicherscheid bereits im Griff.

Es wird gesungen, geklatscht, geschunkelt. Wer zu einem Brings-Konzert geht, bekommt kölschen Rockn Roll, der sich in keine Schublade stecken lässt. Das machen die Jungs schnell klar. Ausgelassen springen und rocken sie über die Bühne.

Dass sie vor ihrem Konzert in der Tenne Eicherscheid bereits einen Auftritt hatten, ist ihnen nicht anzumerken. Von Müdigkeit keine Spur. Für ihren Hit „Superjeilezick” drehen sie sogar noch einmal richtig auf und die volle Tenne lässt sich nicht lange bitten. Gemeinsam mit ihren Fans lässt Brings den Schlachtruf dieses Abends durch den Saal schallen: „Nä, nä wat wor dat dann fröher en superjeile Zick.”

Aber wer sagt denn „war”? Für Birgit von Boxmeer aus Roetgen gilt das erst recht für den heutigen Abend: „Das ist bereits mein drittes Brings-Konzert dieses Jahr”, ruft sie begeistert.

Ähnlich enthusiastisch zeigt sich auch das restliche Publikum und verabschiedet die Band nach gut drei Stunden und drei Zugaben nur ungern, dafür aber mit begeistertem Applaus.
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