„Breybrobbele“ erfüllen Wiebke ihren größten Herzenswunsch

Von: gkli
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Wiebke Reher machte ihre Sache am Samstagabend im Eifelhaus in Einruhr großartig. Sie tanzte als Solomariechen zum Fliegerlied und eroberte die Herzen im Saal im Sturm. Foto: Gudrun Klinkhammer

Einruhr. Inklusion und Integration? Da wird in Einruhr gar nicht groß drüber diskutiert, das wird einfach gelebt. Bestes Beispiel dafür: Am Samstagabend stand Wiebke Reher auf der Bühne im Eifelhaus. Die junge Dame mit Down-Syndrom hatte sich schon seit einigen Jahren gewünscht, einmal als Tanzmariechen im Karneval unterwegs sein zu dürfen.

In Einruhr ist das kein Problem, der Wunsch wurde ihr von den Mitgliedern der Karnevalsgesellschaft (KG) „Ruscher Breybrobbele“ Einruhr, von der eigenen Familie und einer sehr engagierten und einfühlsamen Trainerin gerne und auf unkomplizierte Weise erfüllt.

Seit Sommer trainiert

Seit vergangenem Sommer trafen sich Wiebke Reher und Trainerin Jenny Breuer regelmäßig in Einruhr im Heilsteinhaus. Arm- und Beinbewegungen sowie Posen und Figuren wurden zur Melodie des „Fliegerlieds“ einstudiert.

Viele eigene Kräfte

Am Samstagabend war es dann soweit. Die 19-Jährige, die in Imgenbroich im Caritas-Werk arbeitet, betrat in einem blau-weißen Garde-Tanzkostüm die Bühne. Wiebke Reher machte ihre Sache ganz großartig, ebenso wie all die anderen Aktiven während der ersten Kappensitzung der „Ruscher Breybrobbele“.

Als Solotanzmariechen bewegte und drehte sie sich im Rhythmus der Musik, schnell hatte sie die Gäste im voll besetzten Saal für sich gewonnen und das Eis des Abends war gebrochen. Sitzungspräsident Uwe Zisowsky dankte der jungen Frau für ihren bereichernden Auftritt.

Bemerkenswert ebenfalls: Fast ausschließlich einheimische Kräfte gestalteten das Programm. Das Synchronpaar „Blau Weiße Sternchen“ wirbelte über die Bühne.

Die „Oberseegarde“ und die Jugendgarde „Blue Dance Stars“ zeigten ihr Können. Weiter lieferten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eine vielbeklatschte Show ab ebenso wie Büttenredner Uwe Zisowsky, Tanzmariechen Maike Breuer und das Männerballett „Blaue Legion“. Die zehn männlichen Tänzer im Alter zwischen 17 und 29 Jahren gaben einen waschechten Gardetanz zum Besten.

Bevor „Stoff‘s Heinz“ zur Gitarre griff, sorgte Büttenredner „Ne normale Jeck“ (Christian Haas aus Simmerath) noch für viele Lacher. Einen flotten Showtanz steuerten „Die jecke Flimms“ aus Olef bei. Für die Livemusik sorgte während des Abends das Duo „T(w)o Smile“ aus Kerperscheid. Erst tief in der Nacht neigte sich das schwungvolle Programm dem Ende zu.

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