Brand in Kesternich: Fahrlässige Brandstiftung

Von: ess
Letzte Aktualisierung:
brand-toter_bu
Für den 48-jährigen Bewohner des Hauses an der Rurberger Straße in Kesternich kam bei dem Brand am Sonntag jede Hilfe zu spät. Foto: sm

Kesternich. Für Polizei und Feuerwehr steht inzwischen zweifelsfrei fest: Der 48-jährige Mann, der am Sonntag bei einem Feuer in seinem Haus in Kesternich ums Leben gekommen ist, ist an einer Rauchgasvergiftung gestorben.

Und ein Weiteres ist seit Montagmittag klar: Das Feuer ist durch fahrlässige Brandstiftung entstanden, will heißen, durch eine Unachtsamkeit im Umgang mit Feuer oder Glut. Einen technischen Defekt und vorsätzliche Brandstiftung schloss Polizeisprecher Paul Kemen nach taufrischen Erkenntnissen seiner Kollegen aus.

Um 15.20 Uhr wurde die Feuerwehr am Sonntag zu dem Haus an der Rurberger Straße gerufen, in welchem der 48-Jährige alleine lebte, und die Feuerwehr wusste, so deren Chef Jürgen Förster, dass dort ein Menschenleben in Gefahr war.

Als die ersten Einsatzkräfte fünf Minuten nach der Alarmierung am Brandort eintrafen, waren die Türen verschlossen und die Fenster mit Rollläden verdunkelt. Aus den Fenstern im Obergeschoss quoll bereits dichter Rauch.

In einem Nebenraum des Obergeschosses fand die Wehr nach Darstellung von Jürgen Förster die Leiche des 48-Jährigen. Förster: „Für ihn kam jede Hilfe zu spät, vielleicht schon Stunden zu spät.” In dem etwa vier mal vier Meter großen Hauptraum des Obergeschosses war die alte Holzbalkendecke auf einem Durchmesser von zirka drei Metern komplett durchgebrannt. Jürgen Förster: „Das Feuer muss schon Stunden geschwelt haben.” Als wegen der Hitze die Fensterscheiben zerplatzt seien, habe das Feuer Luft bekommen und richtig angefangen zu brennen.

Um 17.30 Uhr konnten die Löschgruppen Simmerath und Kesternich mit ihren insgesamt 25 Leuten abrücken. Der Sachschaden ist beträchtlich, so Förster, aber wegen des „starken Löschangriffs” der Feuerwehr noch nicht genau zu taxieren. Der Feuerwehr-Chef kann sich ohnehin noch keinen Reim auf einige Dinge machen: „Das war eine ganz seltsame Geschichte!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert