„Bolivien-Brücke“: Unterstützung und endsendete Freiwillige

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Nordeifel. Zum neunten Mal seit 2008 begann jetzt die große Reise der neuen Freiwilligen der „Bolivien-Brücke“ e.V. zu den Partnerprojekten in Bolivien. Die drei Freiwilligen sind gut angekommen, haben ihre Vorbereitungszeit in Sucre/Bolivien beendet und gerade ihre Arbeit im Projekt begonnen.

In den Vorjahren waren es fünf Freiwillige, die aus der näheren Umgebung (Merzenich, Dreiborn, Roetgen, Heimbach-Hasenfeld und Gemünd) nach dem Abitur ihre Bewerbung bei der Bolivien-Brücke abgaben und ausgewählt wurden.

Die Bolivien-Brücke ist ein von Ehrenamtlern aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren geführter Verein. Seine Gründungsmitglieder haben mehrere Jahre in Bolivien gearbeitet oder durch regionale entwicklungspolitische Reisen das Land Bolivien kennen und lieben gelernt.

Ziel des Vereins ist es, eine Brücke von und nach Bolivien zu bauen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Einladung bolivianischer Musikgruppen. Los Masis aus Sucre und das Ensemble aus San Ignacio de Moxos im Tiefland gaben schon mehrmals auf ihren Europareisen Konzerte und Workshops in verschiedenen Schulen der Region.

Ausstellungen von bolivianischen indigenen Textilien (unter anderem in der Uni Bonn und zuletzt im Kloster-Kulturkeller des Franziskus-Klosters in Vossenack) zeigen die indigene Kultur. Fotoausstellungen zeigen Land und Leute. Ausleihkisten und Beratung für Schulen helfen beim Projektunterricht und vermitteln in unserer Gegend und bundesweit ein aktuelles Bild des heutigen Bolivien.

Partnerschaften mit Schulen sind auch entstanden. Schon mehrere Male haben zum Beispiel die Schüler der GHS und der Realschule in Hürtgenwald-Kleinhau mit einem Solidaritätslauf vierstellige Beträge für die Partnerprojekte „erlaufen“ und so zum Beispiel das Überleben eines Kinderhortes in El Alto ermöglicht.

Seit 2007 gibt es das Programm „weltwärts“ des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Dieses Programm ermöglicht die Unterstützung von Freiwilligen anerkannter Entsendeorganisationen mit circa 75 Prozent der anfallenden Kosten. Die Bolivien-Brücke ist seit Anfang an dabei, offiziell 2008 anerkannt und nach erfolgter Prüfung erfolgreich zertifiziert.

Über die Brücke geht es seit 2008 hin und her: Schon 20 Freiwillige waren – beziehungsweise sind – gerade für jeweils ein Jahr in den drei Partnerprojekten tätig. Sie arbeiten mit großem sozialem Engagement in der Kinder- und Jugendbetreuung und bei der Integration Behinderter in die Gesellschaft. Alle drei Partnerprojekte freuen sich auf die jeweils im August eintreffenden neuen Freiwilligen, wenn sie gerade vorher die „alten“ Freiwilligen schweren Herzens verabschiedet haben.

Bis zur Ausreise ist es ein langer Weg: Bewerbung bis Oktober, Auswahl im November, Abiturprüfungen, Startwochenende im März zusammen mit allen Freiwilligen des SDFV (Sozialer Dienst für Frieden und Versöhnung) im Bistum Aachen, zuletzt im Sommer der zehntägige allgemeine Vorbereitungskurs und der viertägige landeskundliche Vorbereitungskurs der Bolivien-Brücke in Steckenborn im Hause Kersting.

Das Freiwilligen-Team bereitet die neuen Freiwilligen intensiv auf das Land Bolivien, seine Geschichte, seine Probleme und die Projekte vor. Jeder Freiwillige hat seinen Ansprechpartner in der Bolivien-Brücke, der als Ex-Freiwilliger das jeweilige Projekt bestens kennt. An einem Nachmittag sind auch die Eltern eingeladen, um ihre Fragen und Sorgen loszuwerden.

In Bolivien finden zu Beginn ein dreiwöchiger intensiver Sprachkurs und eine Einführung ins Land statt. Dann beginnt die Arbeit in den Projekten.

Bei allen Auswertungen und Gesprächen wurden bisher die besonders enge Verbindung zwischen Entsendeorganisation, Projektpartnern, die persönliche Betreuung der Freiwilligen sowie die immer intensiver werdende Mitarbeit der Ex-Freiwilligen lobend hervorgehoben.

Kaum sind die neuen Freiwilligen ausgereist, beginnt für die Mitarbeiter der Bolivien-Brücke die Werbung der nächsten Freiwilligen. Der Verein freut sich besonders auf Bewerbungen aus der Städteregion Aachen, der Nordeifel und dem Kreis Düren-Jülich, denn bei zurückgekehrten Freiwilligen aus der näheren und weiteren Umgebung ist der Kontakt und die Mitarbeit in der Bolivien-Brücke einfacher, auch wenn sie nach ihrer Rückkehr fern vom Heimatort studieren.

Mehr Informationen gibt es bei Fritz-Georg Kersting per E-Mail an f.g.kersting@bolivien-bruecke.de. Auf der Internetseite der Bolivien-Brücke stehen außerdem alle Infos zur Bewerbung, die Berichte von Ex-Freiwilligen, Aktuelles zu Bolivien und vor allem die Informationen zu den drei Partnerprojekten bereit.

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