Bodenschwellen sollen „Im Gehaaks“ Fahrer bremsen

Von: ag
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Roetgen. Über Geschwindigkeitsübertretungen im verkehrsberuhigten Bereich „Im Gehaaks“ in Roetgen wird schon seit 2012 diskutiert. Nun sollen Bodenschwellen die Verkehrsteilnehmer zu einer langsameren Fahrweise zwingen. Das hat der Bauausschuss der Gemeinde am Dienstagabend mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschlossen.

Die sieben Zentimeter hohen Bodenschwellen, die in dieser Form auch schon an der Zufahrt zum Wervicq-Platz zu finden sind, sollen zunächst testweise bis zum Winter angebracht werden.

Im Jahr 2012 hatten die Anwohner auf eigene Kosten Hinweisschilder mit der Aufschrift „Bitte Schritt fahren“ angebracht. Da dies aber keine Besserung brachte, trugen sie den Wunsch an die Gemeindeverwaltung heran, dort Bodenschwellen oder ähnliche Hindernisse auf der Fahrbahn anzubringen, um die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit zu zwingen.

Da zu diesem Zeitpunkt die Anschaffung einer Tempoanzeigetafel geplant war, sagte die Verwaltung zunächst zu, diese auch im Bereich „Im Gehaaks“ einzusetzen, um konkrete Zahlen zu erhalten. Entsprechende Messungen erfolgten dann im August und im September 2015. Dabei wurde festgestellt, dass rund 90 Prozent der Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten. Keines der Fahrzeuge war jedoch schneller als 40 km/h. Außerdem wurden durch die Einstellung der Tafel auf Schritttempo auch Radfahrer, Kinder auf Tretrollern und schnell gehende beziehungsweise rennende Fußgänger erfasst. Die Ergebnisse wurden an die Städteregion weitergeleitet, die zusagte, weitere Messungen vorzunehmen und die Einrichtung einer mobilen Messstelle zu prüfen.

Die Verwaltung hatte in der Sitzungsvorlage auch auf mögliche Nachteile durch die Bodenwellen hingewiesen. Demnach könnten Fahrzeuge, die schneller als zehn km/h unterwegs oder tiefer gelegt sind, beschädigt werden. Auch die Anwohner könnten Verschleiß am eigenen Auto nicht vermeiden, eine Ausweichmöglichkeit gebe es nicht. Hinzu komme, dass durch das Abbremsen und Anfahren mehr Lärm und Abgase entstehen würden.

Außerdem konzentriere sich ein Autofahrer darauf, möglichst langsam und schonend über die Schweller zu fahren, um Beschädigungen zu vermeiden. Dabei könne es passieren, dass andere Verkehrsteilnehmer oder spielende Kinder am Fahrbahnrand außer Acht gelassen würden. Im Winter müssten die Schweller demontiert werden, da sie sonst vom Winterdienst beim Schneeräumen aus der Verankerung gerissen würden.

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