Blutspender: Immer ein kleines Maß an Nervosität dabei

Von: fm/als
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Lieselotte Strang hat schon 100 Mal ihr Blut gespendet: Hubert Breuer als Vertreter des Ortsverbandes Monschau und Therese Thoma mit ihren Mitarbeitern freuten sich über die nächste Mehrfachspenderin, die die Rekordmarke erreicht hat. Foto: Franz Mertens
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Reiner Maaßen spendete zum 100. Mal sein Blut. Stephan Greuel vom DRK Ortsverein Monschau übergab ihm ein kleines Präsent und gratulierte herzlich. Auch die ehrenamtlichen Helferinnen waren sehr erfreut über das Jubiläum. Foto: Alina Schreiber

Kalterherberg. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes hatte in der letzten Woche für dieses Jahr zum ersten Spendentermin in Kalterherberg aufgerufen. Der Termin fiel in den Beginn der Fastenzeit. Eine Zeit, in der viele Leute sich auf Fasten und Verzichten besinnen.

In Kalterherberg blieb auch in dieser Zeit die Bereitschaft, für Menschen in Not Blut zu spenden unverändert hoch. Zum ersten Spendentermin kamen insgesamt 46 Spender. Unter den Spendern war auch eine Mehrfachspenderin, die an diesem Tag eine ganz besondere Spendenmarke erreichte. Lieselotte Strang besucht die Spendentermine in Kalterherberg schon seit dem 19. Juni 1981 regelmäßig.

Auch als sie vor 15 Jahren von Kalterherberg nach Morsbach zog, kam sie trotzdem weiter regelmäßig den Spendenaufrufen in Kalterherberg nach. Obwohl sie inzwischen die Altersgrenze überschritten hat, kommt sie weiter freiwillig zur Blutspende. Beim letzten Termin summierten sich ihre Einsätze für den Blutspendedienst auf den Rekordwert von 100 Spenden. Dafür ehrte sie der stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes Monschau, Hubert Breuer, und Therese Thoma, die im Ort die Spendentermine organisiert, mit einem kleinen Präsent.

Entscheidende Motivation

Im engeren Familien- und Bekanntenkreis der Spenderin verstarben mehrere Angehörige sehr früh. Das war für die Mehrfachspenderin die entscheidende Motivation, immer wieder für Kranke und Verunglückte Blut zu spenden. Dieser selbst gesetzten Verpflichtung will sie auch in der nächsten Zukunft weiter nachkommen. Solange ihre Gesundheit mitspielt, wird Lieselotte Strang die Spendentermine in Kalterherberg nicht versäumen.

Auch in der Mützenicher Grundschule wurde jetzt wieder ein erfreuliches Jubiläum gefeiert. Reiner Maaßen spendete zum 100. Mal sein Blut. Er will damit anderen Menschen helfen und hofft, dass die Spenden vernünftig eingesetzt werden.

Sobald er volljährig war, beschloss er sein Blut zu teilen und spendet seitdem regelmäßig. Auf die Idee ist er durch die Werbung gekommen. Früher fuhr immer ein Auto durch die Dörfer und machte die Leute auf die Blutspende aufmerksam. So konnten die Menschen damals für diese gute Tat begeistert werden, wobei die Anzahl der Spender im Moment immer weiter sinkt.

Komisches Gefühl

Als Reiner Maaßen das erste Mal seinen Lebenssaft zur Verfügung stellte, war es für ihn schon ein komisches Gefühl, weil er am Anfang nicht genau wusste, was auf ihn zukam.

Auch heute ist immer ein kleines Maß an Nervosität dabei. „Ich habe keine Angst oder so, einfach nur eine gewisse Unruhe“, beschreibt er sein Empfinden.

Trotzdem kann er die Blutspende nur weiterempfehlen und wäre froh, wenn sich auch jüngere Menschen dazu bereiterklären würden.

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