Blutiges Abwasser mit Schlachtabfällen in der Kläranlage

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Roetgen. In einem Zulauf der Kläranlage Roetgen wurde festgestellt, dass der Kläranlage Roetgen, beziehungsweise dem vorgelagerten Regenüberlaufbecken bluthaltiges Abwasser mit Schlachtabfällen zugeleitet wurde. Das teilt die Gemeinde Roetgen mit.

Die einzige Metzgerei mit zugelassener Schlachtung im Gemeindegebiet verfügt über eine technisch einwandfreie Abscheideanlage, so dass von nicht ordnungsgemäßen Hausschlachtungen bzw. Schächtungen auszugehen ist.

Beim Schlachten eines Schweines fallen zum Beispiel 4 bis 6 Liter Blut, bei einem Rind 20 bis 35 Liter Blut und bei einem Schaf 1,5 bis 3 Liter Blut an. Ein Liter Blut weist einen biochemischen Sauerstoffbedarf (BSB5) von 140.000 mg/l und mehr auf. Dies ist eine erhebliche sauerstoffzehrende Schmutzfracht, mit der die Biologie der Kläranlage nachhaltig gestört werden kann.

Gemäß § 7 Abs. 2 Ziff. 12 der Abwasserbeseitigungssatzung (Entwässerungssatzung) der Gemeinde Roetgen vom 12. April 2006, zuletzt geändert durch die 3. Änderungssatzung vom 16. Juli 2013, dürfen Blut aus Schlachtungen nicht der Kanalisation zugefügt werden. Wer dennoch Blut aus Schlachtungen oder bluthaltige Schlachtabfälle einleitet, muss mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Die Gemeinde sowie das zuständige Veterinäramt wird die Einleitung der Abwässer zukünftig verstärkt kontrollieren.

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