Blindenschrift: Hinweise in den Eifler Rathäusern?

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Nationalparktor in Höfen: Die Hinweise zu Ausstellungsstücken sind blindenfreundlich in Blindenschrift übersetzt. Foto: A. Gabbert

Eifel. Am. 3. Januar wird der Geburtstag von Louis Braille gefeiert. Der Franzose erfand im Jahr 1825 im Alter von 15 Jahren die Punktschrift – ein Schriftsystem aus sechs Punkten, die in einem Rechteck angeordnet sind. Aus den Kombinationen der Punkte ergeben sich Buchstaben, Satzzeichen und Zahlen – die Blindenschrift.

Anlass genug, einmal bei den Kommunen nach zu fragen, ob und wo die Blindenschrift zum Einsatz kommt. Die Gemeinde Roetgen und die Stadt Monschau müssen passen, dort finden Blinde keine Hinweise in Braille-Schrift in den Rathäusern. Das ist auch im Rathaus der Gemeinde Simmerath nicht der Fall. Dafür ist die Internetseite der Kommune aber so gestaltet, dass auch Blinde mit Hilfe eines so genannten Screenreaders (die Bedienelemente und Texte werden dabei mittels Sprachsynthese akustisch oder taktil über eine Braillezeile wiedergegeben) die Infos abrufen können.

Besonders blindenfreundlich präsentiert sich das Nationalparktor in Höfen. Dort führt ein Bodenleitsystem durch die Ausstellung, die sowohl mit akustischen als auch mit Duft- und Tast-Stationen versehen ist. Die dort präsentierten Videos verfügen über Audiodeskription. Die Hinweise zu den Ausstellungsstücken sind auch in Blindenschrift übersetzt.

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