Schmidt - Blaue Tonne wird auch in Schmidt eingeführt

Blaue Tonne wird auch in Schmidt eingeführt

Von: ale
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Die Altpapiersammlung brachte der Karnevalsgesellschaft Schmedter Grieläächer bisher zuverlässige Einnahmen, damit ist es nach der Einführung der blauen Tonne vorbei. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Sie wird kommen, die blaue Tonne für Schmidt. Manch einer freut sich, manch einer ärgert sich darüber. Tatsache ist, dass der Beschluss hierfür schon im April gefasst wurde. Das erfuhren viele Schmidter, als sie wieder einmal ihr Altpapier, wie sie es schon seit Jahren tun, zum Wildpark-Parkplatz brachten.

 Hier wurde es von den Helfern der KG Grieläächer angenommen und in die bereitstehenden Container gestapelt. „Das ist das letzte Mal“, sagten die Grieläächer. Sie wechselten sich bisher mit der DRK-Ortsgruppe Schmidt ab, die am Samstag, 8. November, wieder an der Reihe sein wird.

Für beide Vereine bedeutete die Altpapiersammlung auch eine Auffrischung ihrer Kasse, und die KG bedauert, dass diese Möglichkeit in Zukunft für sie entfällt. „Schmidt war der letzte Ort im Stadtgebiet Nideggen, der noch keine Blaue Tonne hatte“, erklärt Marco Dederichs, der Kämmerer der Stadt Nideggen, „als ein Eckpunkt der neuen Ausschreibung zur Abfallentsorgung war die Entscheidung im Frühjahr fällig.“ Am 20. April beschloss der Stadtrat mit 19 Ja- und 4 Gegenstimmen: „Die blaue Tonne wird flächendeckend eingeführt (auch für den Ortsteil Schmidt).“ Doch will man den Vereinen entgegenkommen, der zuständige Unternehmer bietet Schulungen und ein Sicherheitstraining an, damit Helfer auch künftig bei den Papiersammlungen, die dann alle vier Wochen stattfinden werden, mitmachen können. „Das kommt für uns nicht infrage“, sagt Marion Lennartz, Pressesprecherin der KG Grieläächer, „bei uns sind es mehrheitlich Frauen, die sich an der Sammlung beteiligen.“ Jedoch von der DRK-Ortsgruppe kam die Auskunft, dass sie weiterhin bei der Altpapiersammlung mitmachen wolle.

Einnahmen für Vereine fallen weg

In Schmidt gehen die Meinungen weit auseinander, die Einen empfanden es als Zumutung, ihr Papier zum Wildpark bringen zu müssen – allerdings wurde älteren Menschen stets eine Abholung angeboten. Die Anderen fanden es gut, dass man auf diese Weise die Vereine unterstützen konnte. „Sicher wird es bequemer, wenn man nun stets eine Tonne vor der Tür stehen hat, in die man das Papier reinschmeißen kann“, meinte ein Schmidter Bürger am Rande der Sammlung, „aber ich habe eigentlich keinen Platz für eine dritte Tonne, und ich fürchte auch, dass manch einer dann in Versuchung kommt, sie zu missbrauchen.“

Inwieweit sich die neuen Regelungen in Zukunft auf Gebühren auswirken werden, diese Frage kann der Stadtkämmerer zurzeit nicht beantworten.

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