Blasmusik soll als Botschaft erklingen

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Vorfreude auf den nächsten Auftritt: Das Projektorchester Eifel ist am 26. März mit einer Elvis-Tribute-Show zu Gast in der Tenne Eicherscheid.

Eicherscheid. Als „musikalischer Botschafter der Eifelregion“ versteht sich das im Herbst 2011 gegründete Projektorchester Eifel. Der bei seinen Auftritten aus rund 60 Laienmusikern bestehende Klangkörper tritt bei zwei bis drei Projekten im Jahr ins Licht der Öffentlichkeit. Bis auf einen Auftritt in Eicherscheid hat sich das Orchester in der Nordeifel bisher rar gemacht. Das soll sich in diesem Frühjahr ändern.

Am Sonntag, 26. März 2017, wenn die Sommerzeit beginnt, will das Projektorchester Eifel in Eicherscheid das Publikum mit einer Elvis-Tribute Show begeistern.

Der Anspruch ist hoch, denn die Tribute-Show orientiert sich am berühmtesten Konzert des King of Rock‘n‘Roll, „Aloha from Hawaii“, aus dem Jahr 1973. Die Supershow aus Honolulu gibt bis heute als das größte Fernsehereignis weltweit. Erstmals wurde via Satellit ein Konzert eines Solokünstlers in 40 Länder der Erde übertragen. In den USA lockte die gigantische Elvis-Show mehr Menschen vor die TV-Geräte als vier Jahre zuvor die erste Mondlandung. Weit mehr als eine Milliarde Zuschauer weltweit verfolgten das Konzert, bei dem Elvis mit seinem weißen „Aloha-Eagle“-Bühnenanzug das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Jetzt also kommt die Elvis-Tribute Show samt Elvis-Interpret Kay Zenner und Chor nach Eicherscheid. Das Konzert in Kooperation mit der GbR Eicherscheid in der Tenne beginnt um 18 Uhr.

„Die Zuhörer dürfen sich auf einen fetten Sound freuen“, verspricht Projektleiter Günter Sengersdorf aus Niederzier. Das Projektorchester Eifel steht in der Trägerschaft des Volksmusikerbundes Düren, geprobt wird in Nideggen. Das Orchester setzt sich zusammen aus Musikern, die auch in ihren jeweiligen Heimatvereinen im Einsatz sind. Die Teilnehmer rekrutieren sich rund 25 Vereinen aus den Kreisen Düren, Euskirchen und der Städteregion Aachen, deren Musikverbände das Projekt unterstützen. Für Sengersdorf ist bei der Idee des Projektorchesters ein wesentlicher Faktor, „dass wir keine Konkurrenz zu den örtlichen Musikvereinen aufbauen möchte, denn diese bilden ja letztlich das Projektorchester“. Die im Orchester erworbene musikalische Qualität „soll in die Heimatvereine zurückkehren“. Ziel sei es „auf gehobenem Niveau zu musizieren.“

Nach außen möchte das Projektorchester frisch und modern erscheinen und die Blasmusik in einem neuen Licht erklingen lassen.

Die musikalische Leitung des Projektorchester liegt in den Händen von Dirigent Christoph Fahle aus Hürtgenwald. Der studierte Trompeter und Musiklehrer an der Sekundarschule Nordeifel leitet den Musikverein Hürtgenwald-Gey und wirkte zuvor in den Ensembles des Stadttheaters Aachen und der Oper Bonn mit. Im Projektorchester Eifel, das den Rang eines Oberstufenorchesters einnimmt, „wird von den Musikern ein hohes Maß an Eigenverantwortung vorausgesetzt“.

Während die örtlichen Musikvereine sich in der Regel einmal wöchentlich zur Probe treffen, ist das Projektorchester anders strukturiert. Vor dem jedem neuen Projekt gibt fünf bis sechs komprimierte Proben, ansonsten trifft man sich maximal einmal monatlich. Das Notenmaterial wird vorab verschickt, so dass es bei den Proben dann nur noch um die musikalische Detailarbeit geht. Insgesamt gehören 100 Musiker zum Projektorchester Eifel, rund zwei Drittel davon stehen bei den Auftritten auf der Bühne.

Zu den Organisatoren der Elvis-Show in Eicherscheid gehört vor Ort auch Hubert Förster, seit Jahrzehnten Tubist im Musikverein Eifelklänge Eicherscheid und ebenso im Projektorchester Eifel aktiv. Er schätzt die musikalische Herausforderung, und hat seine Mitwirkung stets als große Bereicherung für die musikalische Weiterbildung empfunden. Außerdem stärke der Projektorchester das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Musikvereine.

Neue Kräfte beim Projektorchester Eifel sind stets willkommen.

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