Blasmusik für Menschen in Not

Von: MD
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Das Gesangsduo der Lyra Höfen Stefan Jansen und Dorothee Breuer Foto: Monika Dosquet

Höfen. „Es gibt viele Menschen in Monschau, die in Not sind, und die auf die Hilfe der Gesellschaft angewiesen sind”, sagte Alexander Lenders, Geschäftsführer von Antoniusbrot e.V. zu Beginn eines Benefizkonzertes am Samstagabend in der Vereinshalle in Höfen.

Dieser Verein habe es sich zur Aufgabe gemacht, so Lenders weiter, bedürftige Familien mit Lebensmitteln zu versorgen und vor allen Dingen immer mehr Kinder aus sozial schwächeren Familien bei einem kostenfreien Mittagessen in der Schule zu unterstützen.

Dieses soziale Engagement kann nur durch die ausreichende Spendenbereitschaft vieler Menschen funktionieren. So entstand die Idee zu diesem Benefizkonzert, um für diese gute Sache zu werben. Die Lyra Höfen machte da bereitwillig mit.

Kreisdirektor Helmut Etschenberg erläuterte in seiner Begrüßung, dass es viele Menschen gibt, auch in der Eifel, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Hier sei das Gemeinwesen gefordert, helfend zu unterstützen.

„Man muss die Sonne aufgehen lassen, unabhängig davon, dass es auch Schattenseiten gibt”, so sein abschließendes Statement. Die Einnahmen dieses Konzertes kamen dann auch vollständig dem Verein „Antoniusbrot” zugute.

53 Musiker der Lyra Höfen hatten zwei Monate lang intensiv geprobt, um dieses Frühlingskonzert vorzubereiten. Dirigent Ralf Jansen führte souverän durch das Programm.

Die böhmische Blasmusik, eine „Leidenschaft” der Lyra Höfen, durfte natürlich in dem dargebotenen Programm nicht fehlen. Wenn dann das talentierte Gesangsduo der Lyra (Dorothee Breuer und Stefan Jansen) Stücke von Ernst Mosch präsentierte, wie zum Beispiel „Wir sind Kinder von der Eger” oder „Ein Lied aus der Heimat”, hatte der Zuhörer das Gefühl, Ernst Mosch, der vor zehn Jahren an Diabetes gestorbene Chef der Original Egerländer Musikanten, würde zumindest musikalisch wieder zum Leben erweckt.

Typisch für die böhmische Blasmusik ist ein Wechselspiel von Flügelhörnern auf der einen Seite und Tenorhörnern auf der anderen. Dieses Charakteristikum wurde besonders in dem Stück „Chodounska” deutlich.

Anton Gälle und seine Scherzachtaler Blasmusik waren in dem berühmten „Böhmischen Traum” präsent. Aber zu dem Repertoire der Lyra Höfen gehörten auch Walzer, Polka und Märsche, eben ein ganz bunter Mix musikalischer Frühlingsgrüße.

So durfte natürlich der Fliegermarsch, die geheime Hymne der Luftwaffe, nicht fehlen. Aber auch die Erinnerungen an Hubert Wolff, dem Chef der original Böhmerwälder Musikanten, der leider viel zu früh im Alter von 45 Jahren verstarb, blieben in dem gleichnamigen Potpourri lebendig.

Das Stück „Adieu mein kleiner Gardeoffizier” sollte den Abschluss dieses musikalischen Events bilden, aber ohne Zugabe wurden die Künstler dann doch nicht von der Bühne gelassen.

Das Benefizkonzert der Lyra Höfen war musikalisch äußerst vielseitig und zog die Zuhörer in seinen Bann. Eine gelungene Ergänzung zu dem Blasorchester waren sicherlich die bezaubernden Melodien des Gesangsduos Breuer und Jansen. Alles in allem eine perfekte Sache, das fanden auch die vielen Besucher in der Vereinshalle an diesem Abend.

Ein weiteres Konzert der Lyra im Herbst wird sicherlich von allen mit Spannung erwartet.
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