Bläck Fööss, Brings und Jugendchöre auf Burg Vogelsang

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Es sollte in Vogelsang kein reines Karnevals- oder Rockkonzert werden, kündigten die Bläck Fööss schon im Voraus an und hielten Wort: Zentrales Thema des Abends waren Lieder über Weltoffenheit und Frieden.

Vogelsang. „Jugendchöre und Bands für mehr Weltoffenheit und Frieden gemeinsam singen lassen” war der langersehnte Wunsch von den Bläck Fööss und Wolf Werth vom Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der am Mittwoch im Kulturkino Vogelsang Ip vor rund 1000 Zuschauern in Erfüllung ging.

Bläck Fööss, Brings und die beiden Jugendchöre St. Stephan und Großer Griechenmarkt, unterstützt von den Josef-Sängern, spielten Musik durch mehrere Sphären regionaler und internationaler Klänge, von denen einige wegen ihrer textlichen Bezüge und Botschaften speziell für den historischen Ort Vogelsang ausgesucht worden waren.

Das Benefizkonzert wurde für den Denkmalschutz veranstaltet. Die Bandbreite reichte zur Überraschung vieler Zuschauer von kölschen Liedern, kirchlichen Harmonien und Musicalstücken der Jugendchöre bis hin zu Pop-, Rock- und den erwarteten Karnevalssongs der beiden Kölner Bandgrößen Bläck Fööss und Brings. Es sollte kein reines Karnevals- oder Rockkonzert werden, kündigten die Bläck Fööss schon im Voraus an. Neben den Bands sangen 100 junge Chorsänger in den verschiedenen Färbungen. Highlights waren „Hakuna Matata” und der Gospelgesang in „Aint no mountain high” vom St. Stephanschor.

Der Jugendchor der Kölner Hauptschule Großer Griechenmarkt, 5. bis 10. Klasse, begeisterte bereits als Einstiegsakt mit kölschem Dialekt in „Dat wood alles för uns jemaht” und legte damit den Grundstein für das weitere Mitsingen des Publikums, das bald darauf in den Reihen stand und mitschwang. „Diese hier aus Leibeskräften gelebte Kölschmusik ist für mich Weltmusik”, freute sich Bassist Hartmut Priess der Bläck Fööss.

„Einst sehr liebloser Ort”

Er erklärte, warum dieser Gesang gut zum Veranstaltungsort auf dem Gelände der ehemaligen NS-Ordensburg passt: „Heute Abend sind wir Jung und Alt; die Altersklasse reicht von Zehn- bis 80-jährig. Und gemeinsam wollen wir die kölsche Kultur als ein kulturelles Gut lernen, erleben und weitergeben mit einem Welt-Bewusstsein für andere Identitäten, mit gutem Beispiel voran für weitere Begegnungen an diesem einst sehr lieblosen Ort!”

Die alten Kasernen des auch als Truppenübungsplatz genutzten Geländes als lebendige Begegnungsstätten der Jugend zu betrachten, sei sehr gute Zukunftsmusik, die er mit seinem Auftritt unterstützen möchte. Wolf Werth berichtete von der Ursprungsidee des musikalischen Zusammenspiels mehrerer Generationen, die er mit Hartmut Priess vor Jahren entwickelte: „Das war schon 1978 bei einem damaligen Konzert der Bläck Fööss in Berlin.” Seitdem ist die Freundschaft aller Akteure groß. „Das nun in vogelsang ip möglich gemachte Generationen-Gesangsprojekt ist ein Fingerzeig, wie es hier im Kulturkino weitergehen kann und soll.”

Die rockige Abschlussmusik spielte Brings mit mehreren Zugaben. Auch ihnen war die Bedeutung des Veranstaltungsortes wichtig: Mit dem Song „Eifel” kommentierten sie ihr Spiel im Kulturkino: „Ein super Publikum. Wir kommen gerne hier her. Und, wir kommen wieder!”

Dr. Rosemarie Wilcken, eigens aus Wismar angereiste Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, zeigte sich begeistert. Für sie sei es wesentlich, „diesem Dokument der NS-Vergangenheit neben der Aufgabe als Erinnerungsort eine eigene kulturelle Zukunft zu geben”.Eine Zielsetzung, die auch für Albert Moritz, Geschäftsführer der Vogelsang Ip, als Leitmotiv für die weitere Programmentwicklung steht.
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