Nordeifel - Bilderbuchstart in den Herbst: Überstunden im September

Bilderbuchstart in den Herbst: Überstunden im September

Von: Karl-josef Linden
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Ende September konnte man in d
Ende September konnte man in der Eifel noch einmal bei viel Sonne und hohen Temperaturen richtige Sommergefühle erleben. Während sich das Laub bereits färbte, luden die Freibäder (wie hier in Rurberg) noch einmal zu einem verspäteten Besuch ein. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Dank der sommerlichen Hitze zu Beginn und auch am Ende des Monats September erlebten wir einen Bilderbuchstart in den Herbst. In der Bilanz aller Temperaturen war es in den Niederungen von Aachen und Alsdorf mit 16,4 Grad der sechstwärmste September der letzten 50 Jahre.

Auf den Höhen (Kalterherberg) wurde ein Mittelwert von 13,4 Grad gemessen. Im Jahre 2006 erreicht der September sogar noch 1,5 Grad mehr an Wärme in allen Höhenlagen.

Der wärmste Tag des Monats wurde im Kreis Aachen verbreitet am 3.September gemessen: 31,1 Grad in Aachen-Sief, 28,8 Grad in Simmerath-Strauch, 26,8 Grad in Höfen und Kalterherberg sowie 26,1 Grad am Windpark Schöneseiffen und 25,7 Grad in Mützenich am Vennrand.

Die kältesten Orte waren am Morgen des 16. September die Stationen an der oberen Rur Kalterherberg mit einer Lufttemperatur von nur 1,6 Grad und Höfen mit 3,2 Grad. Am Erdboden traten am 16. und 24. bereits leichte Bodenfröste mit Reifbildung in Tallagen und Mulden auf.

Im letzten Monatsdrittel und in den ersten drei Oktobertagen stellte sich dann überall ruhiges Altweibersommerwetter ein.

Sieben Sommertage im Flachland und drei Sommertage in Höfen und Kalterherberg sind Rekord seit 2006 (damals 13 in Aachen und auf den Bergen 4).

Ganz anders als in den Sommermonaten leistete die Sonne im September Überstunden für unsere Solaranlagen. Interessant an dieser Stelle der Vergleich zum kühlen Juli. Die Sonnenscheindauer im Juli betrug 135 Stunden und im September 164 Stunden (Kalterherberg). Sogar das Temperaturmittel war im Juli (12,8 Grad) kälter als im September (13,4 Grad).

Der nach der Siebenschläfer Regel von mir erwartete gute Spätsommer und Herbstauftakt trat also wirklich ein.

Die besonders sonnigen Flecken im Monschauer und Aachener Land lassen sich durch folgende Zahlen erahnen: Schöneseiffen Windpark (197 Stunden), Kalterherberg (164), Aachen-Orsbach (182) und Alsdorf (203). Diese Zahlen liegen gut 25 Prozent über den langjährigen Mittelwerten. Allein im letzten Monatsdrittel wurden 84 Stunden erreicht.

Ausgetrocknete kleine Bäche, verdorrte Vegetation am Monatsende und Staubwolken hinter den Traktoren bei der Ernte waren Ausdruck großer Trockenheit, die sich ja schon durch das ganze Jahr zieht. Gewittriger Starkregen mit 8 -15 l/qm wurde nur am Sonntagmittag dem 11. September registriert. In Ost- und Süddeutschland dagegen wüteten im September Tornados und Hagelschlag.

Ziemlich einheitlich blieben die Regensummen bei 30-45 l/qm (nur 50 Prozent des Langzeitwertes). Nur in den Hochlagen rund um Monschau fielen größere Mengen: Kalltalsperre: 49 l, Perlenbachtalsperre: 53 l, Schöneseiffen: 54 l, Höfen: 58 l und Kalterherberg sogar 62 l/qm.

Nach einem Superstart in den Oktober hat uns inzwischen die Realität des kühlen und nassen Oktobers eingeholt. Wohl oder übel müssen wir uns auf den nahenden Winter vorbereiten. Am Freitagmorgen (7.Oktober) fielen um 7 Uhr bei 2,5 Grad in höchsten Lagen von knapp 700 m erste Schneeregenschauer. Es wird Zeit für die Winterreifen auch wenn der Oktober sicherlich noch einige warme Tage zu bieten hat.
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