Roetgen - Bilanz: Altpapiermenge auf einem hohen Niveau

Bilanz: Altpapiermenge auf einem hohen Niveau

Von: P. St.
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Bei der getrennten Entsorgung des Altpapiers ist die Gemeinde Roetgen innerhalb der Städteregion führend. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Roetgen. Immer wieder aufschlussreich für jede Kommune ist die Abfallbilanz für das zurückliegende Jahr. Das ist auch in Roetgen nicht anders, zumal es hier auch einige Besonderheiten bei der Abfallentsorgung gibt. Die Trends im Jahr 2015 sind klar erkennbar.

Die Restabfall- und Sperrgutmengen steigen, der Grünabfall nimmt weiter ab (bei ohnehin schon geringen Mengen), auch die Bioabfallmengen sinken. Die Menge des Altpapiers steigt erneut leicht, wobei Roetgen in diesem Bereich ohnehin schon ein hohes Niveau erreicht hat. Unter dem Strich ist in der Gemeinde Roetgen die Gesamtabfallmenge im Jahr 2105 leicht gestiegen.

Die Abfallbilanz 2015 war jetzt auch Thema im Umweltausschuss der Gemeinde Roetgen, wo Regina Brück, Sachgebietsleiterin bei der AWA, die Zahlen vorstellte und erläuterte. Demnach ist der Restabfall in Roetgen von 2014 auf 2015 um 1,4 Kilogramm je Einwohner gestiegen. Die Einwohner-Jahresmenge liegt jetzt bei 108 Kilogramm. Der Durchschnittswert in der Städteregion liegt bei 129 Kilogramm. Roetgen nimmt im Vergleich aller städteregionalen Kommunen damit den zweiten Platz ein. Vollkommen aus der Reihe treten allerdings zwei andere Kommunen; Eschweiler mit erstaunlichen 170 Kilogramm pro Einwohner, und Monschau mit ebenso erstaunlichen 62 Kilogramm. In Monschau wird der Restmüll nach Gewicht vom Bürger bezahlt, was wohl eine ausgesprochen gewissenhafte Trennung des Mülls zur Folge hat.

Riesige Unterschiede treten in der Städteregion auch beim Sperrmüll auf. Im Zehnjahresvergleich für Roetgen erkennt man eine kontinuierliche ganze leichte Steigerung. 22 Kilogramm Sperrmüll liefert jeder Roetgener Bürger; der Durchschnitt in der Städteregion liegt bei zwölf Kilogramm.

Beim Grünabfall bewegt sich Roetgen auf einem überaus niedrigen Niveau mit weiter fallender Tendenz. Im vergangenen Jahr fielen nur 1,6 Kilogramm Grünschnitt pro Einwohner an. Der erneute Rückgang erklärt sich für die AWA auch durch die verstärkte Nutzung des Wertstoffhofes in Imgenbroich, der auch von den Nachbarkommunen aufgesucht wird.

Große Unterschiede

Die durchschnittliche Grünabfallmenge in Städteregion liegt bei 38 Kilogramm. Wie krass die Unterscheide sind, zeigen die 136 Kilogramm Grünschnitt pro Person in Monschau. Dies erklärt sich laut AWA vor allem durch ein überaus dichtes und gut funktionierendes Container-Sammelsystem. Neben den unterschiedlichen Sammelsystemen spiele auch die jeweilige Kostenstruktur eine wichtige Rolle.

Bei den Bioabfallmengen in Roetgen gab zwar einen leichten Rückgang, mit 85 Kilogramm je Einwohner liegt Roetgen noch immer deutlich über dem Städteregions-Durchschnitt (67 Kilogramm). Hier steht die Stadt Monschau (18,6 Kilogramm) vor Stolberg am Ende der städteregionalen Skala, während die Nachbarkommune Simmerath ziemlich genau den städteregionalen Durchschnittswert erreicht.

Bei den Leichtstoffmengen gab es eine leichte Steigerung in Roetgen Mit aktuell 45 Kilogramm je Einwohner. Der Durchschnittswert in der Städteregion liegt bei 41 Kilogramm, In Monschau sind es 54,5 Kilogramm (das ist der Spitzenwert) und in Simmerath 50 Kilogramm. Bei der AWA sieht man diesen Zuwachs mit gemischten Gefühlen, weil die Ursachen dafür nicht so erfreulich sind. Einmal gibt es eine Zunahme von Verpackungen auf dem Markt und dann sind die Kontrollen, um zu überprüfen, was wirklich in die gelbe Tonne fliegt, weniger geworden.

Überaus erfreulich ist in der Gemeinde Roetgen die Entwicklung bei den Altpapiermengen. Nach einem erneut leichten Anstieg ist Roetgen mit 92 Kilogramm je Einwohner einsame Spitze in der Städteregion, Simmerath liegt knapp darunter mit 90 Kilogramm je Einwohner Der Durchschnittswert in der Städteregion liegt bei 77,6 Kilogramm. Dass Monschau mit nur gut 52 Kilogramm das Schlusslicht bildet, hängt vor allem mit den regelmäßigen Vereinssammlungen in allen Ortsteilen zusammen.

Wie sehr sich Auffassungen bei der Abfallentsorgung geändert haben, zeigte ein Vergleich für die Gemeinde Roetgen mit dem Jahr 1993. Machte vor vor mehr als 20 Jahren der Restmüll noch fast zwei Drittel des Gesamtaufkommens aus, so sind es jetzt nur noch 28 Prozent.

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