Biebesse nehmen die Langzeitbaustelle in Roetgen aufs Korn

Von: ale
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Solche Schneeflocken sind in Höfen gerne gesehen: Beim Rosenmontagszug wurde nicht nur für das Höfener Prinzenpaar ein Traum wahr. Foto: Anneliese Lauscher
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Da es in Rohren bald keinen Skihang mehr gibt, sollen hier nun künftig Trauben wachsen. Das glaubt man zumindest in Rohren.

Höfen. Der starke Wind ließ die Biebesse in Höfen vielleicht etwas schneller fliegen, aber abgesagt wurde der Karnevalszug diesmal selbstverständlich nicht. Am Rosenmontag trafen viele Gäste ein, und die Karnevalsgesellschaft freute sich über die großartige Beteiligung: Elf Wagen waren hergerichtet worden, auch die Nachbarorte waren stark vertreten.

„Ein Traum wird wahr“, so hatte das Prinzenpaar Georg III. und Marlene I. die Session überschrieben. Viele träumten mit und gestalteten voller Fantasie einen traumhaften Rosenmontagszug. Hoch vom prächtigen blauen Traumschloss warfen die Tollitäten Kamelle, tatkräftig unterstützt vom Kinderprinzenpaar Neil und Katie. Märchenhaft schön waren auch die Begleiter aus der Prinzengarde, darunter Zauberer mit spitzen Hüten und grauen Bärten. Die „Unicorn Power“ ließ ihrer Fantasie freien Lauf, fröhliche junge Menschen aus Höfen und Kalterherberg steckten in Einhorn-Kostümen.

Die Funkengarde der KG Biebesse Höfen machte als große Kuhherde im Zug mit, auch schnuckelige Kälbchen waren dabei. Sie schienen sich in ihrer schwarz-weißen Fellkleidung wohl zu fühlen und verteilten süße Sachen. Die Schlossbäckerei des Schützenvereins hatte nicht nur frische Brote und Brezeln mitgebracht; sie verriet, dass Prinzessin Marlene sich einen Prinzen gebacken hatte, das Rezept konnte man nachlesen. Bekleidet mit weißen Schürzen und Käppis boten die Bäcker Kostproben an.

Aus Konzen war das Kinderdreigestirn angereist, im Gefolge sah man muntere junge Leute mit leuchtend roten Perücken, die großzügig Leckereien verteilten. Auf einem riesigen Wagen, der eine große Chilischote trug, gab’s scharfe Sachen; Mexikaner aus Scheuren feierten eine Fiesta und ließen die Höfener mitfeiern. Das war der Hühnerstall Mertens. Die Gruppe hatte sich schon im vorigen Jahr bei den Biebesse amüsiert und setzte auch jetzt wieder einen Glanzpunkt im Zug.

Die Höfener Funkengarde machte Reklame für Gaumenschmaus, jecke Hühner tollten durch die Straßen: „Im Stall ist es ganz still, denn der Hahn dreht sich auf dem Grill.“ In Warnwesten und mit Schutzhelmen trat die Jugendgarde auf; die Bauarbeiter hatten Pause und verteilten Chips, anstatt zu arbeiten.

„Red Bull verleiht Flügel“ hieß es bei der Höfener Feuerwehr, der rote Bulle thronte auf einem großen Wagen, und die Feuerwehrmänner und –frauen waren beflügelt – ein großartiges Bild. Wie man vom Ochsen zum Biebes werden kann, das weiß die Feuerwehr: „In Höfen ist Integration ganz leicht, wo es sogar für Kalterherberger zum Ortsvorsteher reicht.“

Federleichte Schneeflocken tanzten durch den Wind, man erkannte die Tanzgruppe „Blue Wiefjer“. Und der Kälte trotzten die Eskimos vom TV Höfen: Die Volleyball-Damen steckten in schicker warmer Pelzkleidung und zauberten aus dem Iglu wärmende Getränke.

Trefflich nahm der Elferrat die viel beklagten Verkehrshemmnisse in Roetgen aufs Korn: „Willst Du von Aachen in die Eifel, stehst Du in Roetgen ohne Zweifel“, hatten sie festgestellt. Von wegen „Tor“, nein „Stau zur Eifel“ müsste es heißen. Außerdem suchten sie noch „eine Baufirma, die für acht Hausanschlüsse vier Jahre braucht“. Das alles war auf einem riesigen Wagen dargestellt, wo ein Bauarbeiter in Tiefschlaf gefallen war.

Musik gab’s auch im Höfener Zoch, die einheimische „Lyra“ und die aus Rohren wetteiferten mit schönen Karnevalsliedern, auch aus Konzen waren die Blasmusik und das Trommlerkorps angereist, dann gesellte sich noch das Trommler- und Pfeiferkorps Mützenich dazu – eine perfekte Mischung.

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