BGZ Simmerath baut auf die Weiterbildung

Von: P.St.
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Vorweihnachtliche Stimmung im
Vorweihnachtliche Stimmung im Hörsaalbereich des BGZ: Staatssekretär Thomas Rachel (vorne, Mi.), überbrachte mit MdB Helmut Brandt einen Zuwendungsbescheid zur Modernisierung des Hörsaalbereiches. Ralf W. Barkey (li.), Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, nahm die Förderung entgegen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Etwas abseits der Ortslage Simmerath liegt das Berufsbildungs- und Gewerbeförderungszentrum am Rande des Kranzbruchvenns.

Abgesehen von den direkten Nachbarn ist vielen Menschen nicht immer bewusst, dass hier jährlich 5000 Lehrgangsteilnehmer ein- und ausgehen.

Seit 40 Jahren hat das BGZ seinen festen Platz in Simmerath; der Gebäudekomplex ist in die Jahre gekommen, was den Fachleuten vom Bau, die hier lernen und lehren, natürlich nicht entgeht.

715.000 Euro Gesamtkosten

Das Bildungszentrum der Handwerkskammer freute sich daher um so mehr über ein vorweihnachtliches Geschenk, das jetzt MdB Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, in Form eines Zuwendungsbescheides überbrachte. Mit einem Volumen von insgesamt 715.000 Euro soll der Hörsaalbereich des BGZ modernisiert werden. Der Bund fördert diese Maßnahme, die hauptsächlich der energetischen Sanierung dient, mit 322.000 Euro, Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit weiteren 143.000 Euro, der BGZ-Trägerverein rundet die Finanzierung mit 250.000 Euro aus Eigenmitteln ab.

Stellvertretend für die Lehranstalt nahm Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, den Zuwendungsbescheid entgegen und versicherte dem aus Düren stammenden Vertreter des Ministeriums, dass das Geld im BGZ Simmerath eine „gute Investition in die berufliche Weiterbildung” sei. Er wertete die finanzielle Unterstützung des Bundesregierung als „klares Signal” für die qualifizierte Förderung, „die Lehrlingen, Gesellen und Meistern zugute kommt.” Über 530 000 Teilnehmerstunden würden pro Jahr im BGZ abgewickelt, ein geplanter dualer Studiengang mit der Fachhochschule Aachen unterstreiche, dass die Handwerkskammer auf die wachsenden Herausforderungen in der beruflichen Ausbildung reagiere.

Auch Thomas Rachel zeigte sich überzeugt davon, dass das BGZ eine wichtige Station auf dem Weg zur beruflichen Qualifikation darstelle, indem vor allem junge Leute hier an die „betriebliche Realität” herangeführt würden.

Manfred Frohn als Geschäftsführer der Kammer für die Bildungszentren, erläuterte die geplante Baumaßnahme. Der Hörsaaltrakt aus den Jahren 1972 und 1980 entspreche inzwischen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Noch in diesem Jahr solle mit den vorbereitenden Maßnahmen begonnen werden; bis zum Sommer 2012 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Frohn: „Die Nutzung der Hörsäle ist wichtigen denn je, denn immer mehr Informationen müssen vermittelt werden.”

Auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns fühlte sich durch die Zuwendung „beschenkt”, stelle das BGZ doch seit Jahrzehnten eine wichtige Einrichtung für die Gemeinde Simmerath dar. „Hier wird qualifizierte Arbeit geleistet.”

Ausführlich ging Geschäftsführer Barkey auf die Einlassung des Bundestagstagesabgeordneter Helmut Brandt ein, der die demografische Entwicklung wie auch das Thema Qualifikation von jungen Leuten für die berufliche Ausbildung ansprach.

Zahl der Schulabgänger sinkt

In der Tat, erläuterte hätten aktuell nicht alle Lehrstellen besetzt werden können. Die Anforderungen an die Berufsausbildung aber würden von der gesamten Gesellschaft definiert, nicht allein von den Unternehmen. Das Ziel beruflicher Qualifikation müsse es sein, Jugendliche schon möglichst früh in die berufliche Vorbereitung einzubinden. Die Einbindung der Schulen sei umso wichtiger, da man sich in wenigen Jahren mit der Tatsache konfrontiert sehe, dass man in der Region über 22 Prozent weniger Schulabgänger verfüge.
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