Nordeifel - Bezirkskönig noch Geheimsache

Bezirkskönig noch Geheimsache

Von: M. S.
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In dieser Reihe amtierender Nordeifeler Schützenkönige befindet sich der schon gekürte (aber noch anonyme) Regent des Monschauer Bezirksverbandes historischer Bruderschaften. In zwei Wochen wird er in Rurberg inthronisiert. Kurt Bongard (li.) und Rurbergs Brudermeister Edwin Lutterbach (re.) beobachteten den Ablauf des Wettbewerbs nach strengem Reglement. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Der Monschauer Bezirksverband im Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften lud seine amtierenden Nordeifeler Majestäten Samstag ins Heim der Rurberger Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaften ein. Manche der Erschienenen hatten sogar erst vor wenigen Tagen die Meriten einer Schützenmajestät 2014 errungen.

Auf der Schießanlage im Keller des Sebastianus-Heimes in der Seedorf-Idylle ermittelten 13 der insgesamt 14 im Dachverband organisierten Vereine nun ihren Bezirkskönig. Urlaubsbedingt fehlte in ihren Reihen lediglich Udo Kogel (Sankt-Johannes-Bruderschaft Simmerath).

Das Geheimnis, wer die Nachfolge von Franz Josef Koch – ihm war vor einem Jahr die maximale Trefferausbeute von 30 Ringen gelungen – antreten darf, wird im Rahmen des Bezirksfestes gelüftet. Dieses findet am 22. August mit einer Rurseeparty im Antoniushof statt, woraufhin die neue Majestät seine Regentschaft antreten wird. Immerhin griffen Samstag auch zwei Damen nach Krone und Silberkette; aber selbst ihre Trefferquote ist vorerst nur Eingeweihten bekannt und alle anderen müssen noch gedulden.

Bezirks-Bundesmeister Kurt Bongard aus Dedenborn hieß unter den Gästen auch die Kalterherberger Schülerprinzessin Sandra Jakobs und Bezirks-Jungschützenprinz Stefan Rader von der gastgebenden Bruderschaft willkommen. Bongard lobte die „gute Atmosphäre dieses heutigen Wettbewerbs, der Bezirks-Königsschuss ist gute Tradition und eine spannende Angelegenheit“. Wer ans Gewehr trete, hoffe in absoluter Unwissenheit um das Ergebnis der Konkurrenten auf seinen Sieg. Die große Überraschung werde in zwei Wochen beim 66. Rurberger Bezirksschützenfest in freundschaftlich verbundener Schützenrunde aufgelöst, betonte er nochmals.

Kurt Bongard begrüßte namentlich die amtierenden Regenten Elisabeth Drescher (Lammersdorf), Agnes Lutterbach (Rohren), Norbert Breidenich (Höfen), Bernd Lambertz (Kalterherberg), Hubert Roder (Kesternich), Markus Kördel (Roetgen), Alfred Wilden (Rollesbroich), Erich Obst (Rurberg) Franz Tings (Imgenbroich), Christian Gollub (Dedenborn), Tobias Rotheut (Steckenborn), Bernhard Trump (Schmidt) und Martin Koch (Mützenich).

Zum Reglement erklärte Kurt Bongard, die Auswertung der Trefferergebnisse auf der Zielscheibe geschehe vollautomatisch und fehlerfrei. Es werde „stehend angestrichen, mit die Büchse stützender Hand“, geschossen.

Seit 1982 schießt der Monschauer Bezirksverband nach diesem Modus seine Bezirks-Majestäten aus. Der neue Regent über 14 befreundete Bruderschaften wird im Festzelt am See präsentiert. Der neue Bezirkskönig steht dann vor einer Premiere, denn erstmals findet das nachfolgende Bundeskönigsschießen im niederländischen Kerkrade-Hanrade statt. „Zu dieser Premiere in der Geschichte“, betont Bongard erfreut, „gehen wir Schützen aus dem Monschauer Land buchstäblich über unsere Grenzen und begeben uns in die Obhut unserer Freunde von den Limburger Schützen. Ein Beweis für unsere Weltoffenheit und Völker verbindende Kraft des Schützenwesens.“

Der große sportliche wie gesellige Schießwettkampf bei den westlichen Nachbarn wird vom 18. Bis 20. September durchgeführt. Bongard erwartet zu diesem Event der Extraklasse „mindestens 30.000 Teilnehmer“.

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