Bewohner evakuiert: Bombendrohung gegen den Sonnenhof

Von: Peter STollenwerk
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Angespannte Lage vor der Flüchtlingsunterkunft Sonnenhof in Enruhr: Während der Gebäudekomplex durchsucht wurde, war die Straße am Hostertberg gesperrt. Foto: P. Stollenwerk
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Die aktuell 90 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Einruhr wurden vorübergehend in Bussen untergebracht. Foto: P. Stollenwerk

Einruhr. Einige bange Stunden gab es am Dienstagnachmittag und am frühen Abend in Einruhr zu überstehen. Nachdem gegen 15.30 Uhr ein Anrufer mitgeteilt hatte, dass in Kürze in der Flüchtlingsunterkunft Sonnenhof eine Bombenexplosion stattfinden werde, wurde die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt und rückte mit großem Aufgebot zum Hostertberg aus.

Im dortigen ehemaligen Hotelkomplex sind seit einem Jahr in einer Notunterkunft des Landes Flüchtlinge untergebracht. Aktuell sind die beiden Gebäudekomplexe mit 92 Personen belegt.

Sowohl die Polizeibeamten vor Ort, die Kriminalpolizei und ein Sprengstoffspürhund durchsuchten systematisch die Räume. Nirgendwo wurde aber etwas Verdächtiges gefunden, so dass die Aktion gegen 19 Uhr abgebrochen wurde. Außerdem musste man auch dem Suchhund nach intensiver Spurensuche eine Pause einräumen.

Die Bewohner der hoch über Einruhr gelegenen Unterkunft waren unterdessen evakuiert worden. Die Gemeinde Simmerath hatte auf dem Wege der Amtshilfe zwei Busse organisiert, die die Flüchtlinge aufluden. Am Rondell in Einruhr verweilten die Fahrzeuge, ehe sie nach etwa drei Stunden die Bewohner wieder zurück ins Gebäude brachten. Die Straße Hostertberg war während der Suchaktion für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Der Drohanruf ging nicht direkt bei der Polizei ein. Die Polizei ermittelt noch, von wo aus der Anruf getätigt wurde.

Für die Experten vor Ort verdichtete sich rasch die Vermutung, dass es sich bei Bombendrohung wohl um einen blinden Alarm handeln könnte, und es wurden Vermutungen geäußert, dass es sich bei dem Anrufer um einen Trittbrettfahrer als Folge der jüngsten Anschläge in Deutschland handeln könnte. Am Abend traf auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns in Einruhr ein. Er verurteilte die Tat und sprach von einem „makabren Scherz.“

Während in Einruhr sich die Einsatzkräfte wieder zurückzogen, kam für den Spürhundtrupp aus Mönchengladbach gleich der nächste Einsatz. Das Team musste weiter nach Dortmund, wo eine ähnliche Lage wie in Einruhr gemeldet worden war.

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