Nordeifel - Bewegung in der Nordeifeler Schullandschaft

Bewegung in der Nordeifeler Schullandschaft

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Über 40 Abschlussschülerinnen von St. Ursula setzten im letzten Sommer ihre Schullaufbahn an einem Gymnasium fort.
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Am Monschauer Gymnasium wird es 2015/16 deutlich weniger Fünftklässler geben als im laufenden Schuljahr. 123 Kinder nimmt die Sekundarschule in ihrem dritten Jahrgang auf. Foto: Kubat/Archiv
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123 Kinder nimmt die Sekundarschule in ihrem dritten Jahrgang auf. Foto: Kubat/Archiv

Nordeifel. „Kaum Bewegung in der Schullandschaft“, waren die Zahlen der Anmeldungen für die weiterführenden Schulen in der Nordeifel vor genau einem Jahr überschrieben. Das aber kann man von den bislang vorliegenden Zahlen für das kommende Schuljahr 2015/16 nicht behaupten.

Auf die Vorjahreswerte kommen bei den Gesamtanmeldezahlen nur die Sekundarschule Nordeifel mit den Standorten Simmerath und Kleinhau sowie das Franziskus-Gymnasium in Vossenack. Deutlich mehr Fünftklässlerinnen als im laufenden Schuljahr werden ab Sommer die Bischöfliche Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau besuchen, eine Eingangsklasse weniger bilden wird, Stand heute, dagegen das St. Michael-Gymnasium.

Von 103 auf 77 Anmeldungen

77 Kinder, darunter nur etwa ein Drittel Mädchen, wurden zu Jahresbeginn für die fünfte Klasse des Monschauer Gymnasiums angemeldet – im Vorjahr waren es noch rekordverdächtige 103 gewesen, im Jahr davor immerhin 96. Der Rückgang der Anmeldezahlen habe „sicherlich viel mit der Größe des Jahrgangs selbst zu tun“, sagt Dr. Bernd Gotzen, seit 1. Februar Schulleiter am MGM. Eine Übersicht darüber, wohin die Kinder aus dem Einzugsgebiet des Monschauer Gymnasiums gegangen seien, liege ihm derzeit noch nicht vor; die generelle Entwicklung entspreche aber dem vor einigen Jahren erstellten Schulentwicklungsplan, nach dem die Jahrgänge generell kleiner würden.

„Bei den Anmeldezahlen und den uns vorgegebenen Richtwerten zur Klassenbildung wird es bei uns voraussichtlich auf drei Eingangsklassen hinauslaufen“, sagt der Schulleiter und verweist darauf, dass am Gymnasium bis 1998 grundsätzlich „nur“ drei fünfte Klassen gebildet wurden und auch in den Folgejahren immer wieder einmal lediglich drei Eingangsklassen zustande kamen.

Für Franz-Peter Müsch, den Leiter der Mädchenrealschule, kommt die „Schülerwanderung“ nicht überraschend – besonders beim Blick auf die eigenen Zahlen: „Unser Werben für G9, also die Möglichkeit, das Abitur über uns noch in neun statt acht Jahren machen zu können, hat gezogen“, ist er überzeugt. Immer mehr Eltern lassen ihre Töchter zunächst die letzte verbliebene Nordeifeler Realschule mit Eingangsklasse besuchen, wo sie den gymnasialen Weg einschlagen und spätestens nach Klasse zehn in die Oberstufe eines Gymnasiums wechseln.

Ein Grund für das veränderte Anmeldeverhalten könnte aber auch die Elternerkenntnis sein, dass der Weg über die Realschule zum Gymnasium der bessere ist als umgekehrt. Im laufenden Schuljahr wechselte, teils nicht erst nach der Erprobungsstufenkonferenz, mehr als ein Dutzend Eifeler Kinder von der fünften oder sechsten Klasse eines Gymnasiums auf eine Mittelschule. „Da haben einige Eltern nach einer offensichtlich falschen Schulwahl die Notbremse gezogen“, so Müsch.

Die Mädchenrealschule wird im August mit drei Eingangsklassen á 30 Mädchen ins neue Schuljahr starten, nur 2010 und 2011 hatten wir noch mehr Anmeldungen“, so der scheidende Schulleiter. „Damit steigt die Gesamtschülerzahl erstmals in der Geschichte unserer Schule auf über 540, so dass wir im schulrechtlichen Sinne eine ‚große Realschule‘ sind und uns sogar ein zweiter Konrektor zusteht“, hinterlässt der engagierte Schulleiter ein bestelltes Feld.

Zufrieden ist man nach den Worten von Schulleiter Pater Peter Schorr auch am Franziskus-Gymnasium. „Wir hatten in diesem Jahr für die Eingangsklasse fünf 70 Anmeldungen, aufgenommen haben wir 68. Da wir in der Regel zweizügig fahren, haben wir unser Ziel erreicht. Hätten wir mehr Anmeldungen gehabt, wären wir gerne auch dreizügig gefahren. Das muss aber nicht sein“, so der Leiter der Privaten Schule.

Mit aktuell 123 Anmeldungen (häufig ergeben sich bis Schuljahresbeginn noch geringfügige Verschiebungen durch Umzug oder aus schulischen Gründen) im Soll liegt auch die Sekundarschule Nordeifel. Hier wurden für den Standort Simmerath 66 Kinder, für Hürtgenwald 57 zukünftige Fünftklässler angemeldet. „Es ist vorgesehen, demnach, wie bisher in Simmerath drei und in Kleinhau zwei Eingangsklassen zu bilden“, so Andrea Compes vom Schulverband Nordeifel.

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