Bewegender Abschied von Pfarrer Karl-Heinz Stoffels

Von: Helga Giesen
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Zum Ende des Gottesdienstes verlas Regionaldekan Erik Pühringer (re.) die von Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff unterzeichnete Urkunde, die Karl-Heinz Stoffels von seinen Ämtern als Pfarrer in den sieben GdG-Gemeinden sowie als Vorsitzender der Verbandsvertretung des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Monschau entpflichtet. Neben persönlichen Worten des Dankes fand er dabei auch kritische Anmerkungen. Foto: H. Giesen

Monschau. „Ich bin überwältigt“, bekannte Pfarrer Karl-Heinz Stoffels am Samstagabend beim Blick in die völlig überfüllte Aukirche. Aus allen sieben Pfarren der GdG Monschau hatten sich die Menschen eingefunden, um mit ihm eine, wie er sagte, „eigentlich ganz normale Vorabendmesse“ zu feiern.

Dass dieser Gottesdienst aber alles andere als normal war, zeigte auch die Anwesenheit von Regionaldekan Erik Pühringer als Konzelebrant. Es war die letzte Messe und damit der offizielle Abschied als Pastor von den Gemeinden Monschau, Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Konzen, Mützenich und Rohren.

„Wir schauen zurück auf eine gute Zeit, aber wir schauen auch mit Gott nach vorne und hoffen auf eine gute Zukunft“, erklärte Pastor Stoffels in seiner Begrüßung.

„Nicht immer einfach“

In seiner Predigt nahm er den Text des Evangeliums „ Im Anfang war das Wort …“ auf. Vor fast genau 20 Jahren habe er im Dom zu Aachen sein Wort gegeben, das Evangelium zu verkünden, dazu stehe er auch heute noch, betonte er. Er habe sich bemüht, das Wort Gottes Fleisch werden zu lassen und ihm Hand und Fuß zu geben. „Der Weg mit Ihnen gemeinsam hat in eine gute Richtung geführt“, stellte er heraus, auch wenn es in den sechs Jahren als Leiter der GdG nicht immer einfach gewesen sei, die Gemeinden zusammenzuführen. Jeder solle auf seine Weise dazu beitragen, Gottes Wort spürbar werden zu lassen, rief er dazu auf, weiterhin ein gutes Miteinander zu pflegen und sich nicht gegenseitig auszuspielen.

Zum Ende des Gottesdienstes verlas Regionaldekan Erik Pühringer die von Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff unterzeichnete Urkunde, die Karl-Heinz Stoffels von seinen Ämtern als Pfarrer in den sieben GdG-Gemeinden sowie als Vorsitzender der Verbandsvertretung des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Monschau entpflichtet.

Neben persönlichen Worten des Dankes fand er jedoch auch einige kritische Anmerkungen. So fragte er, ob sich „die Mitglieder der GdG vor der Verkündung des Rücktritts genauso engagiert“ hätten, „wie sie danach ihre Solidaridität bekundet“ hatten.

Nach vorne schauen

Es tue ihm leid, wenn er nicht alle Erwartungen erfüllt habe und bedauere, dass sein Schritt weitere Folgen nach sich gezogen habe, erklärte Pfarrer Stoffels. Er sei jedoch froh, dass es Menschen in der GdG gebe, die engagiert und selbstbewusst nach vorne schauen.

Persönlich freue er sich nun auf seine Auszeit im Kloster Münsterschwarzach.

Sichtlich bewegt bezog sich Heinz-Hermann Palm als Vorsitzender des GdG-Rates in seinen Abschiedsworten auf die Predigt von Pfarrer Stoffels zum vierten Advent. Die Feststellung zur Situation des Josef, alles sei geplant und dann komme alles anders, gelte auch für ihn. Immer weniger habe er das sein dürfen, was er immer sein wollte – ein Seelsorger, dem die Menschen am Herzen liegen.

Im Namen des Kirchengemeindeverbands bedauerte Heinrich Jansen den „schmerzlichen Weggang“ des Pastors und verband seinen Dank mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen. „Ihnen stehen alle Türen offen“, versicherte er.

Festlich gestaltet wurde der Gottesdienst – zur Überraschung für den scheidenden Pfarrer – von den sieben Kirchenchören der GdG. Musikalisch gaben die Sängerinnen und Sänger Pastor Stoffels das Segenslied „Und bis wir uns wiedersehen ...“ mit auf den Weg, bevor sich die Gemeindemitglieder bei einer Agape in der Aukirche und im Kreuzgang des Auklosters persönlich von Karl-Heinz Stoffels verabschieden konnten.

Gute Wünsche gesammelt

Viele nutzten auch die Möglichkeit, ihren Dank, ihre Wünsche und Bitten für den scheidenden Pfarrer in eine vor dem Altar aufgestellte Kiste zu legen, die bereits ein Weinpräsent enthielt. Nach drei Monaten, so hatte Heinz-Hermann Palm angekündigt, möge Pastor Stoffels die Kiste öffnen und sich der sechs Jahre des gemeinsamen Weges in der GdG Monschau erinnern.

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