Betreuung im Wandel der Zeit

Von: ame
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Auch für die derzeitigen Mützenicher Kindergartenkinder war am Sonntag ein großer Tag. Gemeinsam mit Anita und Peter Sommer verschönerten sie das Fest mit ihren Liedern. Foto: Alfred Mertens

Mützenich. Im Anschluss an eine Familienmesse in der Pfarrkirche marschierten Kinder, Eltern, Großeltern sowie Freunde und Bekannte unter den Klängen des Mützenicher Musikvereins zum Kindergartengelände, um den 40. Geburtstag des Kindergartens zu feiern und nach einer umfangreichen Sanierung die Inneneinrichtung und die Außenanlagen des Kindergartens unter die Lupe zu nehmen.

Kindergartenleiterin Gisela Jansen begrüßte zahlreiche Gäste, die zur Geburtstagsfeier erschienen waren, so Gregor Jansen für die Städteregion als Träger, Bürgermeisterin Margareta Ritter, Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz, Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, Vertreter der Mützenicher Grundschule und des Stadtrates, Kolleginnen der Nachbarkindergärten sowie Vertreter der Ortsvereine.

Seit 1970 werden die Kinder im Mützenicher Kindergarten an der Ringstraße betreut. Gisela Jansen ging in ihrer Festrede auf die Anfänge der Einrichtung ein und begrüßte besonders die „Ehemaligen”, die zum Fest gekommen waren. „Damals sah Vieles ganz anders aus als heute. Eine Spülmaschine gehörte noch nicht zum Inventar, von einem Computer und vom Internet war überhaupt noch keine Rede”, betonte Jansen.

Erstaunt nahmen viele zur Kenntnis, dass „früher erst mit der Vollendung des 5. Lebensjahres eine Aufnahme in den Kindergarten möglich war” und dass „lediglich eine Gruppe im Kindergarten vorhanden war”.

Die Zukunft sieht aber mittlerweile ganz anders aus. „Die Kapazität des Kindergartens lag schon bei 90 Kindern, hat aber in den letzten Jahren einen leichten Rücklauf verzeichnet. Die Kinder, die wir aufnehmen, werden aber immer jünger. Nach dem Sommer finden schon Zweijährige hier in Mützenich eine Bleibe”, berichtete Gisela Jansen. Als „wichtige Komponente” für den Kindergarten bezeichnete die Leiterin den Aspekt, dass „die Kinder im Alltag miteinander spielen und eine Menge Spaß haben sollen”.

Dank an Stadt und Förderverein

Dass im Kindergarten die Zukunft begonnen hat, zeigt sich auch äußerlich: Alte Fenster wurden durch neue ersetzt, das Gebäude erhielt einen neuen Anstrich, ein neuer Zaun wurde aufgestellt, und die neu angeschafften Sitzmöglichkeiten bieten nun für alle Kinder die Gelegenheit, am Morgenkreis teilzunehmen.

„Nutzen Sie die Gelegenheit, sich im Kindergarten umzusehen”, appellierte Gisela Jansen an die Besucher und dankte „allen beteiligten Firmen und der Stadt Monschau für die großartige Unterstützung”. Die Sanierung sei aber auch deshalb möglich gewesen, „weil einige engagierte Mütter von Kindergartenkindern einen Förderverein gegründet haben und somit auch noch eine Finanzspritze zur Verfügung stand”, schloss Gisela Jansen ihre mit viel Beifall bedachte Festrede.

Kerstin von den Driesch vom Förderverein dankte insbesondere den Firmen und dem Personal des Kindergartens für ihren Einsatz. Mützenichs Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz bezeichnete „Kinder als das Kapital der Zukunft”. Im Kindergarten würde alles dafür getan, um „die Kinder auf die Zukunft und für die Gesellschaft vorzubereiten”, meinte Huppertz, dankte aber auch dem Träger: „Die personelle Ausstattung des Kindergartens ist vorbildlich. Die öffentliche Hand hat ein Zuhause für die Kinder geschaffen, und auch der Förderverein konnte einiges auf die Beine stellen”, betonte sie. Symbolisch pflanzte Jacqueline Huppertz einen Apfel- und einen Kirschbaum.

Kinder- und Jugendschutzdezernent Gregor Jansen von der Städteregion Aachen, der „seine in Mützenich befindlichen heimatlichen Wurzeln” nicht verhehlen konnte, schwärmte „von der tollen Aufführung der Kinder in der Kirche”, die „uns den Umweltschutz in das Bewusstsein geführt haben”.

Nach dem offiziellen Akt wurde rund um den Kindergarten und im benachbarten Schützenhaus ein fröhliches Fest für alle Generationen gefeiert, dem auch ein kurzer, wenngleich heftiger Gewitterregen am Nachmittag nichts anhaben konnte. Alle Ortsvereine leisteten einen Beitrag zum Gelingen des Festes, zu den Aktivitäten für die kleinen Besucher zählten unter anderem ein Luftballon-Wettbewerb, das Torwandschießen, eine Schatzsuche, Bastelarbeiten, Kinderschminken, Theater, Dosenwerfen, Entenangeln, Ponyreiten und Kutschfahrten durch das Venndorf.
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