Lammersdorf - „Bessemsbenger-Denkmal” lässt noch auf sich warten

„Bessemsbenger-Denkmal” lässt noch auf sich warten

Von: ho
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Bisher nur eine Idee: Das  br
Bisher nur eine Idee: Das bronzene Bessemsbenger-Denkmal für Lammersdorf. Die Verwirklichung der Idee lässt aber noch auf sich warten.Fotomontage: Hoffmann

Lammersdorf. In einem Tauschvertrag aus dem Jahre 1361 wurden erstmals die Eifelgemeinden Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Mützenich, Rollesbroich und Lammersdorf erwähnt. Dementsprechend feiern diese Orte (wie an den vergangenen Wochenenden Imgenbroich und Rollesbroich) in diesem Jahr ihr 650-jähriges Bestehen mit mehr oder weniger großem Aufwand.

Für die Lammersdorfer, die im hiesigen Raum allgemein auch als die „Bessembenger” (Besenbinder) bezeichnet werden, stehen die entsprechenden Feierlichkeiten am 30. Juli an, wobei viele Ortsbewohner davon ausgegangen sind, dass zu diesem Anlass auf dem Dorfplatz ein Denkmal enthüllt wird, das an die Tradition des Ortes als Handwerkerdorf erinnert.

Die Rede ist vom „Bessemsbenger-Denkmal”, das seiner Zeit vom Lammersdorfer Heimatforscher Jürgen Siebertz initiiert wurde. Doch aus der Denkmalenthüllung im Zusammenhang mit dem Dorfjubiläum wird wohl nichts. Irgendwie ist der vor über vier Jahren von Heimatforscher Jürgen Siebertz weit voran getragenen Initiative die Luft ausgegangen und das Denkmal scheint quasi in der Versenkung verschwunden.

2006 erste Versuche

Ende 2006 hatte Siebertz, der sich für Lammersdorf viele Verdienste erworben hat (z.B. Bauernmuseum) die Idee für das Denkmal und hatte auch schon Kontakt zu dem Mützenicher Bildhauer Klaus Gehlen aufgenommen, der in Simmerath den „Kraremann” und in Monschau „Maaßens Päulche” gestaltet hatte.

Innerhalb kürzester Zeit war die Resonanz in der Lammersdorfer Bevölkerung für die 1,60 Meter große Bronzestatue sehr groß und Heimatforscher Siebertz hatte sogar mehrere private Geldgeber gefunden, die sich an den Kosten für das Denkmal (ca. 14 000 Euro) zur Hälfte beteiligen wollten. „Leider sind von denen,” so Siebertz heute etwas wehmütig, „schon zwei verstorben.”

Von der Betreibung der weiteren Finanzierung musste Jürgen Siebertz sich dann gezwungenermaßen trennen, weil u.a. die in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse Aachen nur durch einen gemeinnützig anerkannten Verein beantragt werden konnte.

Siebertz setzte sich daher mit dem Lammersdorfer Ortskartell in Verbindung und bat um Fortführung seiner Aktivitäten in der Hoffnung, dass sich aufgrund des großen Zuspruchs in der Bevölkerung ein Verein innerhalb des Ortskartells findet, der sich dem weit gediehenen Projekt annimmt.

Offiziell nicht abgeschlossen

Im Zusammenhang mit der bis dahin gelaufenen „Finanzierung” durch private Geldgeber sicher kein utopischer Wunsch. Dem derzeitigen Ortskartellvorsitzenden Sascha Schlepütz, der 2007 dieses Amt noch nicht ausübte, war auf Anfrage verständlicherweise nichts bekannt.

Der Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lothar Berger erklärte, dass man sich damals zwar bereit erklärt habe, die Formalitäten für die steuerliche Abwicklung zu übernehmen, jedoch seien auch drei Geldgeber namentlich nicht bekannt gewesen. Berger betont allerdings, dass das Projekt offiziell nicht abgeschlossen, aber zumindest eingeschlafen sei, was vielleicht an dem notwendigen „Drive” bei den Vereinen und der Bevölkerung liege.

Zum Denkmal selbst stellt Lothar Berger fest: „Ich finde die Idee nach wie vor gut.” Auch Ortsvorsteher Robert Johnen stößt in das gleiche Horn: ”Es wäre natürlich schön, wenn Lammersdorf ein Bessembenger-Denkmal erhalten würde. Eine erneute Initiative hierzu könnte man nur begrüßen.”

Bleibt also die Hoffnung, dass sich ein engagierter Verein findet, welcher dem Denkmal neues Leben einhaucht, so dass auf dem Lammersdorfer Dorfplatz in absehbarer Zeit ein echter (bronzener) Bessemsbenger als Identifikationsfigur wie in anderen Orten zu finden wäre.
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