Besonders Schulen und Sportstätten stehen im Fokus

Von: hes
Letzte Aktualisierung:
spd-funkbild
Die Höfener „Funk” steht inzwischen leer und kann vom Bund für einen symbolischen Euro erworben werden. Nachdem die Pläne für ein Jugendferiendorf auf dem Gelände mit Rücksicht auf die beiden Jugendherbergen im Stadtgebiet und die geplante Jugendherberge auf Vogelsang wohl nicht realisiert werden, könnte sich die SPD hier, am Rande des Nationalparks, eine Seniorenresidenz vorstellen. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Sportstätten und Seniorenresidenz, Vereinsräume und Schulen: Geht es nach der Monschauer SPD, dann sollen mit den 1,9 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung viele Dinge finanziell angeschoben und dann mit anderen Mitteln verwirklicht werden.

Dies kündigten die Fraktionssprecher Gregor Mathar und Brigitte Olschewski nun im Vorfeld der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an, der am heutigen Dienstag über die Vergabe der Mittel berät.

Wie berichtet, erhält Monschau aus dem Programm, das die Konjunkturkrise abfedern und den Arbeitsmarkt beleben soll, 1,3 Millionen Euro für Sanierungs- und Energiemaßnahmen an Schulen und Bildungseinrichtungen sowie 600.000 Euro für Infrastrukturmaßnahmen. Genaue Richtlinien, wie die Gelder aus Berlin einzusetzen sind, gibt es noch nicht, Bedingung ist aber, dass die vorgesehenen Maßnahmen zuvor nicht im Haushalt der Kommune verankert waren oder sind.

Deswegen weiß man auch bei den Monschauer Sozialdemokraten nicht genau, ob die Schulsanierungsmaßnahmen beispielsweise auch für die Sanierung der Realschulturnhalle oder der Schwimmhalle verwendet werden dürfen, da diese Maßnahmen zwar noch nicht begonnen wurden, aber schon länger auf dem Wunschzettel der Monschauer Politik stehen.

„In beiden Fällen könnte man ohnehin nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus dem Konjunkturprogramm finanzieren”, schränkt Gregor Mathar ein und spricht alleine beim diese Woche öffentlich gewordenen Ausmaß der Kernsanierung des Vennbades von „rund drei Millionen Euro”; auch die Sanierungskosten für die Realschulturnhalle dürften im siebenstelligen Bereich liegen.

Vom Konjunkturprogramm-„Kuchen” sollen nach dem Willen der SPD alle weiterführenden Schulen ein Stückchen bekommen - übrigens auch die private St. Ursula Mädchenrealschule, die bei der Bezuschussung genauso ins Gewicht fiel wie die städtischen Schulen.

Das Gymnasium wird zwar gerade aus anderen Töpfen energetisch saniert, doch gibt es dort auch noch andere „Baustellen”, beispielsweise die Einrichtung einer Mensa für die Übermittagbetreuung, die Brigitte Olschewski vor dem Hintergrund längeren Unterrichts - Stichwort „Abi in 12 Jahren” - für dringend nötig hält.

Eine energetische Sanierung tut nach Meinung der SPD auch an der Sporthalle der Hauptschule Monschau Not, und auch die Turnhallen in Kalterherberg, Höfen und Mützenich könnten ein energietechnisches „Update” vertragen, glaubt die SPD.

Und an den Kindergärten in Höfen, Konzen und Mützenich wäre es an der Zeit, Fassaden, Fenster und Türen einmal unter die Lupe zu nehmen.

eine Sanierung, sondern ein Neubau ist in Sachen Turnhalle Imgenbroich alsbald zu realisieren, „denn bisher gibt es hier nur eine Gymnastikhalle, die den vielseitigen Bedarf des breitensportorientieren FC Imgenbroich sowie verschiedener Bildungseinrichtungen schon lange nicht mehr decken kann.

Die Anschubfinanzierung für eine neue Turnhalle neben dem Sportplatz fällt für die SPD aber in den Bereich „Infrastrukturmaßnahmen”, und aus diesem kleineren Topf sollen auch die anderen Orte bedacht werden.

In Kalterherberg suchen nach Information der SPD mit dem Heimatverein und dem Spielmannszug derzeit zwei Vereine eine neue Bleibe, auch da könnte mit Geld aus dem Konjunkturprogramm eine finanzielle Starthilfe geleistet werden, glaubt der Fraktionssprecher. Räume für die Vereine und die dringend erforderliche Befestigung des Zeltplatzes an der Turnhalle wären für die SPD denkbare Projekte in Konzen.

Und in Monschau gleicht der Sportplatz Flora nach jedem Regen einer Wasserlandschaft und könnte mit den Konjunkturmitteln saniert werden; 80000 Euro wird dies nach ersten Schätzungen kosten.

„Das sind natürlich viele Wünsche auf einmal, wissen die beiden SPD-Ratsvertreter, halten aber die breite Streuung für besser als die Förderung nur eines Großprojekts. Der „Rest” der Kosten müsse aus dem allgemeinen Haushalt, über (die angekündigten) zinsgünstigen Darlehen oder auch durch Sponsoren finanziert werden, regt die SPD an.

Nun bleibt abzuwarten, welche Gedanken sich die übrigen Fraktionen im Stadtrat zum unverhofften „Geldsegen” gemacht haben. Die öffentliche Sitzung des Hauptausschusses, die das Thema „Vergabe der Mittel aus dem Konjunkturprogramm II” unter Punkt zwei behandelt, beginnt heute um 18 Uhr im Rathaus.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert