Besonders Camper schätzen die Vorzüge der Eifel

Von: Corinna-Jasmin Kopsch
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Chawelly und Robe Hassing aus Enschede sind auf der Durchreise zum Enten-Treffen in Kommern: Auf dem Campingplatz in Rurberg genießen sie vorher die Ruhe. Foto: Corinna-Jasmin Kopsch
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Miriam Steffens aus Aachen mit ihrer Enkeltochter: Sie wohnen zurzeit im NabeDi-Camp in Woffelsbach und schätzen das Freizeitangebot.

Nordeifel. Die Campingplätze in unserer Region sind beliebt – viele liegen inmitten der Natur, es gibt zahlreiche Freizeitangebote und auch die Städte und Dörfer sind einen Ausflug wert. Wir haben die Camper gefragt, warum sie in der Eifel Urlaub machen und die Plätze besuchen.

Viele leben ganz in der Nähe, doch es gibt auch viele Urlauber, die aus den Niederlanden, aus Belgien, Großbritannien, Frankreich, Portugal oder sogar aus Russland oder China kommen. Die Eifel lockt mit vielen Vorzügen: Ausflüge in die Natur, Schwimmen im Rursee, Besuche in Monschau oder in Aachen – das steht weit oben auf der Liste bei der Urlaubsplanung.

Doch vor allem bei einem sind sich alle einig: man kann sich hier sehr gut erholen. Die Ruhe genießen und sich an gutem Essen und Gastfreundlichkeit erfreuen.

Häufig werden die Campingplätze auch als Zwischenstopp vor der Weiterreise genutzt. So genießen beispielsweise Robe und Chawelly Hassing aus Enschede in den Niederlanden einige Tage die Ruhe am Rursee, bevor sie mit ihrer alten Ente zum Enten-Treffen nach Kommern weiterfahren. Manche wollten auch an der Küste Urlaub machen, da die Plätze dort aber in der Ferienzeit überfüllt sind, freuen sie sich über die tolle Alternative in der Eifel.

Bei den Campingplätzen gibt es eine große Auswahl in der Region – so ist für jeden das richtige dabei. Während sich Familie Mann aus Heinsberg über die Lage von Camping Rursee (Rurberg) inmitten der Natur freut, genießen die befreundeten Familien Essler und Keller die offene Lage direkt am See beim NabeDi-Camp in Woffelsbach.

Das Ehepaar Merx hingegen bevorzugt den Campingplatz „Zum Jone Bur“ in Imgenbroich, aufgrund der Nähe zu den Geschäften und den vielen Lokalen und Gaststätten sowie zu Monschau.

Christina Bauer, die den Campingplatz in Rurberg seit dem Jahr 2014 betreibt, erzählt, dass „viele Großstädter am Wochenende zu uns kommen“. Auch Durchreisende blieben häufig für eine Nacht. „Doch in diesem Jahr sind verstärkt auch Gäste da, die länger bleiben.“ „Die Besucher genießen die Ruhe hier, sie gehen wandern, fahren Rad oder gehen schwimmen“, so Bauer.

Auch das Fest „Rursee in Flammen“ ist ein Anziehungspunkt. Auch Louis und Hannah, die Kinder des Ehepaars Mann, mögen die Natur: „Wir gehen manchmal acht Stunden lang Kanufahren! Heute hat Louis einen 70 Zentimeter großen Hecht beim Angeln gefangen“, berichten die Achtjährige und der Neunjährige stolz.

Ihre Mutter freut sich darüber, dass man hier familienfreundlichen Urlaub machen kann – auch die Nähe zu ihrer Heimatstadt Heinsberg sei von Vorteil. „Wir sind die kompletten beiden Wochen hier mit der Natur beschäftigt“, erzählt sie.

Der Anteil der Dauercamper auf dem Campingplatz in Rurberg, der in den nächsten Jahren „noch naturnäher“ gestaltet werden soll, so Christina Bauer, fällt etwas geringer aus. In Imgenbroich auf dem Campingplatz „Zum Jone Bur“ gibt es hingegen einen wachsenden Teil an Dauercampern, berichtet Natascha Lambertz, Betreiberin des Campingplatzes.

In diesem Jahr sind nicht so viele Touristen auf dem Platz, sagt Lambertz, „aufgrund des Wetters. Viele fahren nach Südfrankreich weiter, wo das Wetter beständiger ist. Leider ist dies daher das schlechteste Jahr seit langem.“

Doch gerade die Dauercamper wissen den Platz zu schätzen. Das Ehepaar Merx aus Landgraaf verbringt seinen kompletten Sommer hier und ist zudem mehrmals im Jahr auf dem Campingplatz. Sie genießen die Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern, die sie hier treffen und erkunden gern die umliegende Umgebung. „In diesem Jahr kommen auch unsere Enkelkinder zu Besuch“, freuen sich die beiden.

Das Ehepaar Bagner ist seit drei Jahren regelmäßig auf dem Platz zu Besuch. Anfangs lebten sie noch in Krefeld, doch obwohl sie inzwischen in Imgenbroich leben, geben sie ihre Parzelle nicht auf. „Wir haben keinen Garten und können so immer mit unserem Hund Sam draußen sein. Wir mögen es, dass wir hier immer mal eine andere Nachbarschaft haben“, erzählen sie.

Besonders familienfreundlich sei das NabeDi-Camp in Woffelsbach, berichten die befreundeten Familien Essler und Keller. Sie leben in Würselen und machen häufig Tagesausflüge zum Rursee. Im Camp machen sie nun zum ersten Mal Urlaub und sind begeistert: „Das Freizeitangebot ist toll, es ist sauber und ruhig – wir wollen uns hier mal richtig erholen.“

Die vor Ort gelegene DLRG-Station gibt ihnen zudem Sicherheit, wenn die Kinder im und am Wasser spielen. Die Familien haben ihren Freund Alejandro Pedraza mitgebracht, der extra aus Alicante angereist ist. Auch er ist begeistert: „Hier ist es so ruhig, ganz anders als bei mir zu Hause. Man kann hier gut relaxen. Und die Landschaft ist wunderschön. Außerdem sind alle so gastfreundlich“, erzählt er.

Die Nähe zum Wohnort ist für Miriam Steffens aus Aachen von Vorteil, die mit ihren beiden Enkelkindern für fünf Tage im „Zirkuswagen“ Urlaub macht. Die Enkeltochter ist noch klein, daher ist die Nähe zur Mama noch wichtig, erläutert sie. „Die Bauwagen, in denen man übernachten kann, sind hübsch eingerichtet, und wir haben so etwas Campingatmosphäre, ohne zu viel mitnehmen zu müssen“, freut sie sich über das Angebot.

Doch auch Norbert Wortberg vom Camp in Woffelsbach berichtet, dass in diesem Jahr weniger Touristen kommen. Es gäbe allerdings viele Stammgäste. Viele kommen aus der Nähe, aus dem Raum Aachen und Düren. So hoffen alle darauf, dass es im restlichen Sommer und in den kommenden Jahren nicht mehr so viel regnet – damit wieder mehr Urlauber die Vorzüge der Eifel genießen können.

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