Bereitschaft zum Wechsel gespürt

Von: heg
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Roetgen. Als ein eindeutiges und überzeugendes Ergebnis wertete der Roetgener CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Seidel die einstimmige Wahl der CDU-Kandidaten für die 13 Roetgener Wahlkreise sowie der 21 Kandidaten für die Reserveliste auf der Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes Roetgen-Rott-Mulartshütte (wir berichteten).

In der Zusammensetzung nach Alter, Beruf und Geschlecht sah er einen homogenen Mix als gute Voraussetzung für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben.

Positive Bilanz

Nach seiner Wahl zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl von CDU, Grünen und FDP habe er in vielen Gesprächen mit Bürgern und Vereinen „eine Bereitschaft zum Wechsel und zur Veränderung gespürt”, erklärte Seidel.

Aus Sicht der CDU zog er eine positive Bilanz der letzten Jahre. Seine Fraktion habe eine Vielzahl von Projekten auf den Weg gebracht und umgesetzt. Beispielhaft nannte er die Investitionen in die Grundschule, den Ausbau der Lammersdorfer Straße und die Sanierung des Sportplatzes in Rott, die Verbesserung des Feuerschutzes durch Anschaffung einer Drehleiter sowie die Ansiedlung eines Aldi-Marktes.

Mit ihren Schwerpunkten habe die CDU die richtigen Akzente gesetzt, um die Ortschaften Roetgen, Rott und Mulartshütte als qualitative und hochwertige Wohnstandorte für Jung und Alt zu erhalten. Durch weitere Maßnahmen gelte es, künftig die Einnahmesituation der Gemeinde zu verbessern, dazu müssten in den nächsten Jahren weitere Baulandflächen ausgewiesen und das Gewerbegebiet erweitert werden.

Für die Zukunft sieht Seidel die Gemeinde dank ihrer guten finanziellen Ausstattung gut gerüstet, das Jahr 2008 werde mit einer schwarzen Null abschließen und somit bleibe Roetgen in den zurückliegenden fünf Jahren der schwarz-grünen Kooperation schuldenfrei. Der Verwaltung und der Opposition warf er vor, den Haushalt schlecht zu rechnen. Roetgen brauche wieder eine Verwaltungsspitze, die die Entscheidungen des Rates zügig umsetze, sah er ein Problem in der Person des Verwaltungschefs. Es würden parteipolitische Interessen gegen die Mehrheitsinteressen des Rates vertreten.

Als Gastredner sprachen der Aachener CDU-OB-Kandidat Marcel Philipp sowie der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt Grußworte an die Roetgener Christdemokraten. Philipp sah unter anderem auch in diesem Projekt die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit in der Region. Die CDU stehe für ein Miteinander, weg vom Kirchturmdenken, betonte er und führte als weiteres Beispiel den RWTH-Campus an, der zwar auf dem Gebiet der Stadt Aachen liege, aber regionale Bedeutung habe. Die CDU in der Städteregion mache es sich zur Aufgabe, die Mitte der Gesellschaft zu vertreten und sehe sich als Volkspartei.

Kreis und Stadt Aachen werden in der Städteregion zusammenwachsen, zeigte sich auch Ronald Borning, derzeit Mitglied des Kreistages und gemeinsamer Kandidat für den Städteregion-Wahlkreis Roetgen/Walheim, überzeugt und unterstrich wie Marcel Philipp vor allem die Bedeutung des RWTH-Campus sowie die vor wenigen Stunden im Kreistag gefasste Entscheidung für eine Bewebung um die Internationale Gartenschau 2017.

Roetgen habe einen Bürgermeister verdient, der kooperativ mit dem Rat zusammenarbeite, unterstützte Helmut Brandt, auch im Namen des Kreisvorsitzenden Axel Wirtz, die Kandidatur von Michael Seidel. Die Person des CDU-Kandidaten für das Amt des Städteregionspräsidenten, Helmut Etschenberg, lobte er als gutes Mittel gegen Wahl- und Parteienmüdigkeit der Bürger.

Zur Diskussion um einen neuen Termin für die Kommunalwahlen erklärte Brandt, dass er ein Zusammenlegen mit der Bundestagswahl einem zusätzlichen Termin vorziehen würde.

Beim Urnengang 1994 habe sich bei gleicher Konstellation durch unterschiedliche Wahlergebnisse gezeigt, „dass der mündige Bürger sehr wohl zwischen kommunal- und bundespolitischen Themen zu unterscheiden weiß”.
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