Beratungsaktion: Energiesparen muss nicht viel Geld kosten

Von: P. St.
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Gemeinsam für die Energieberatung in Simmerath: Beigeordneter Roger Nießen, Gerhard Weiß von der Verbraucherberatung, Michael Stephan von Altbauplus, Bauamtsleiter Jürgen Förster und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (v. li.). Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Energiesparen ist immer ein Thema, und wie dieses Vorhaben in der Praxis gelingen kann, wissen die Experten der Verbraucherzentrale NRW genau. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Alsdorf wird im Oktober und November 2015 eine Sonderenergieberatungsaktion in Simmerath, Kesternich und Lammersdorf anbieten.

Dies geschieht in Kooperation mit Altbauplus, dem Aachener Infoservice für energiesparendes Sanieren und Unterstützung, der Gemeinde Simmerath und der Städteregion Aachen

Den Hausbesitzern in diesen Ortsteilen wird eine Energieberatung zum Sonderpreis von 30 Euro anstatt der sonst üblichen 60 Euro angeboten.

„Ziel dieser Haus-zu-Haus-Aktion ist es, möglichst viele Simmerather Bürger und Bürgerinnen über die Möglichkeiten der Energieeinsparung und damit auch der Verringerung der Heizkosten zu informieren und den Weg Simmeraths in eine schadstofffreie Zukunft weiterzugehen,“ umschreibt Gerhard Weiß von der Verbraucherzentrale Alsdorf den Sinn der Übung. Die Aktion ist begrenzt auf 50 Teilnehmer und endet am 30. November. In einigen ausgesuchten Straßen werden die Hausbesitzer zusätzlich direkt angeschrieben.

Die Energieberaterinnen und Berater der Verbraucherzentrale NRW werden den Energieverbrauch analysieren und im Vergleich mit anderen Häusern bewerten. Bei den etwa 90 Minuten dauernden Beratungen im Wohnhaus werden Empfehlungen und Tipps zu allen Themen des Energiesparens und der Energiekostenreduzierung bei der Gebäudemodernisierung gegeben. „Die Erfahrung zeigt, dass jedes Haus und jeder Bewohner anders ist. In einem Objekt kann die Komplettsanierung empfehlenswert sein, im Nachbarhaus eventuell nur eine neue Heizungspumpe“, erläutert Weiß.

Ebenso könne ein optimiertes Lüften bereits eine deutliche Ersparnis bringen. „Oft hören wird von den Hausbesitzern den Einwand, dass sich das doch alles nicht lohen würde“, berichtet Gerhard Weiß, aber die Realität sehe anders aus, auch wenn die Nachfrage nach Energieberatung im Augenblick wegen der niedrigen Energiepreise recht gebremst sei. Die Erfahrungen aus bereits durchgeführten Aktionen in anderen Orten der Städteregion hätten bisher in jedem Haus Energieeinsparpotenziale ergeben.

Darüber hinaus würden im Rahmen der Aktion Hinweise zu den Förderprogrammen z. B. der KFW oder des Landes NRW gegeben. Ebenso bestehe die Gelegenheit, eventuell vorhandene Probleme mit Feuchtigkeit oder Schimmelbefall anzusprechen. Auch könnten aktuelle Fragen zum Energieausweis geklärt werden. Weiterhin, so Weiß, bestehe auch die Möglichkeit, die Einbeziehung barrierefreier Umbauten in die Sanierungen zu besprechen, „damit jeder möglichst lange in seinen eigenen vier Wänden leben kann“. Für Mieter werde zudem ergänzend der Basis-Check zum Sonderpreis von 10 Euro angeboten.

Am Freitag erhielten zahlreiche Hausbewohner in den genannten Ortsteilen Post von der Gemeinde Simmerath bzw. der Verbraucherzentrale, in der die Aktion näher erläutert wird. Insgesamt stehen 380 Häuser, meistens aus den 1970er und 1980er Jahren auf der Anschriftenliste. Hier herrscht erfahrungsgemäß der größte Sanierungsbedarf.

Wer das Angebot der Energieberatung annehmen möchte, muss der Verbraucherzentrale eine Rückmeldung geben, damit ein Termin mit dem Energieberater vereinbart werden kann.

Gerhard Weiß spricht von einer „extrem preiswerten Beratung“. Die Verraucherberatung lege zudem größten Wert darauf, dass die Berater, die sich im Anschreiben an die Haushalte im übrigen mit Bild vorstellen, keine Verkaufsgespräche führen dürften, sondern einer neutralen Beratung verpflichtet seien.

Nicht zuletzt, so der Energieberater, habe die Energieberatung auch später einen positiven Effekt auf die Belebung der örtlichen Handwerkswirtschaft.

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