Belgenbachtrail des TV Konzen: „Das Eifel Extrem-Lauferlebnis“

Von: ale
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Unerschrockene Trailer rennen durch den Bach. Foto: Anneliese Lauscher

Konzen. „Wer sich hier anmeldet, weiß, was ihn erwartet“, meinte Helmut Hoff vom TV Konzen, bei dem die Fäden für den Belgenbach-Trail zusammenliefen. Am Sonntag waren es weit über 200 Läuferinnen und Läufer, die es nicht erwarten konnten, durch Matsch und Pfützen zu laufen, einen Bach mehrmals zu durchqueren und sich auf rutschigen alpinen Pfaden einer außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen. Das Ganze machte offensichtlich auch noch Spaß.

Zum dritten Mal veranstaltete die Leichtathletik-Abteilung des TV Konzen den Belgenbachtrail, auch „das Eifel Extrem-Lauferlebnis“ genannt. Da ging es bei der „Light“-Version von der Grillhütte Belgenbach auf Umwegen hinab zur Belgenbacher Mühle und zurück ins Ziel, die Länge betrug 5,7 Kilometer, hierbei zählte man 63 Finisher.

Jedoch der 10 Kilometer lange Eifel-Extrem-Strong-Trail führte mit An- und Abstiegen hinunter an die Rur im Grünenthal und wieder hoch zur Grillhütte; 200 Höhenmeter waren zu überwinden. Es ging wahrlich über Stock und Stein, der nasse Boden und der tückische Bach, der stellenweise über drei Meter breit und 35 Zentimeter tief war, erforderten Unerschrockenheit und Kondition.

„Das ist schon heftig“, meinte Alois Brauers vom Helferteam, das auf dem Parkplatz Grünenthal an der Verpflegungsstelle Tee, Energydrinks und Mineralwasser anbot, „hier unten hat man sechs Kilometer geschafft, aber dann kommen noch vier, die es in sich haben. Manchmal muss man über Bäume klettern, der Bach ist eiskalt.

Eine Stelle, wo es eng und glitschig ist, ist mit einer Seilsicherung versehen worden. Auch eine Brücke wurde zusätzlich gesichert“. Er hatte es am Vortag ausprobiert und war beeindruckt, wie viele Athleten und Athletinnen sich diesen Extremlauf antun. Im Ziel wurden 190 gezählt.

Begeisterte Läufer

Als Erster kam Thorsten Langer vom SC Elsenborn, der auf dieser Extremstrecke die starke Zeit von 43:30,2 erreichte. Ihm folgte der Rursee-Ultralauf-Sieger Markus Mey, Peters Sportteam, in 43:58,6. Als Dritter erreichte Sebastian Gisbertz, Mönchengladbacher LG, in 44:17,5 das Ziel. Die Sportler waren pitschnass und mit Schlamm bespritzt, sahen aber ausgesprochen zufrieden aus. Jeder wurde im Ziel begrüßt vom Moderator Roland Schreiber, dann ging es ans Lagerfeuer zum Aufwärmen.

Die Kommentare hörten sich durchweg begeistert an: „Es war superschön, eine Herausforderung!“ Gabi Andres vom Skikeller Kaulard & Schroiff, die als erste Frau über die Ziellinie lief, gab, noch ganz atemlos, ihr Eindrücke wieder: „Ich hab es genossen. Sechs Minuten schneller als im letzten Jahr. Die Strecke ist anspruchsvoll, an manchen Stellen muss man gehen. Sie war sehr gut markiert.“

Marion Braun trug diesmal keine Uhr: „Es war toll, für mich war die Zeit diesmal nicht das Wichtigste.“ Und ihr Ehemann Wolfgang pflichtete ihr bei: „Ich hatte viel Freude bei diesem Lauf.“ Das hörte Helmut Hoff natürlich gerne.

Fleißige Helfer

„Unsere Leute sind mit Herzblut dabei, das spüren die Sportler. Circa 45 Helfer sorgen für das Präparieren der Strecke, die Verpflegung und die Auswertung. Dazu kommt das zuverlässige DRK-Team mit dem Sanitätsdienst. Dass unser Trail nun ein Lauf des VR-Bank- Nordeifel-Cups geworden ist, hat die Teilnehmerzahlen deutlich erhöht.“ Freude herrschte auch darüber, dass es zu keiner ernsthaften Verletzung gekommen war.

Über 10 km wurde Martina Schwanke, LG Donatus Erftstadt, Zweite der Frauen in 53:59,8; Dritte wurde Kristina Roth, ASV Köln-Triatholon, in 54:26,8.

Beim Lauf über 5,7 km dominierte der gastgebende Verein: Es siegte Patrick Jakobs in 23:21,2, ihm folgte Amadou Diallu in 24:35,7, Dritter wurde Max Richter in 24:54,2. Eine junge Läuferin vom Team „Der Grüne Punkt“ TuS Schleiden 1908 siegte bei den Damen: Milena Vogel in 26:22,7. Michelle Jansen von der LG Mützenich wurde in 29:18,1 Zweite. Sonja Vernikov belegte mit 32:39,9 den dritten Platz.

Auf dem 10-km-Trail kam die beste Männermannschaft vom Schreinerteam Ralph Thoma mit Nils Kalk, Freddy Brüll und Daniel Mackels. Die schnellste Damenmannschaft kam vom Skikeller Kaulard & Schroiff mit Gaby Andres, Inge Bischof und Uschi Arndt. Die schnellste Mixed-Mannschaft wurde vom Schreinerteam Ralph Thoma gestellt; Nils Kalk, Freddy Brüll und Nancy Radermacher erreichten den Sieg.

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