Bela B wird auf Flugplatz Merzbrück zum Pionier

Von: Stefan Schaum
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Blick auf ein riesiges Gelände: Veranstalter Rick Ogenoorth ist überzeugt, dass die Location und die 14 x 12 Meter große Bühne Musikfans auf Merzbrück begeistern werden. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Was die schwitzenden Männer da leisten, ist echte Pionierarbeit. Die Bühnenbauer haben richtig viel zu tun, denn in Sachen Rockkonzert ist der Flugplatz Merzbrück ein völlig unerforschtes Gelände. Jeder Handgriff ist daher eine Art Experiment, ein Test.

Am Samstagabend soll „Bela B y los Helmstedt” dort vor 7000 Menschen auftreten. Und dabei wird sich auch zeigen, ob die weiten Wiesen vor den Hangaren künftig des öfteren zu einer Festivalmeile werden können.

„Was wir hier tun, macht die Veranstaltung künftiger Konzerte auf jeden Fall leichter”, sagt Mitveranstalter Rick Opgenoorth. Für das Konzert des derzeit wieder mal auf Solopfaden wandelnden Ärzte-Schlagzeugers und weiterer fünf regionaler Bands hatten sich das Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion, der Aachener Jakobshof, Parksidemusic und Your Gig zusammengetan. Vieler Kräfte bedarf es auch. „Das ist schon ein Kraftakt”, sagt Opgenoorth, „deutlich mehr Arbeit, als ich gedacht hatte”. In Sachen Logistik ist alles auf dem Platz bloß auf Flugzeuge zugeschnitten - und nicht auf Musiker und Rockfans.

Sponsor für den Strom

So sind Stromgeneratoren herangekarrt worden, die dank des Sponsors EWV Energie abgeben. Auch Wasser- und andere Versorgungsleitungen sind gelegt, um Bühne und Backstagebereich zwischen den langen Hangars zu erreichen. Der Endspurt kann erst am Samstagmorgen hingelegt werden, denn erst um elf Uhr stoppt der Flugverkehr. Und um 15 Uhr beginnt der Einlass. „Dazwischen müssen wir noch die Abzäunung hinstellen und einige Zelte aufbauen”, sagt Opgenoorth. Auf dem riesigen Gelände nimmt der eigentliche Festivalbereich nur einen vergleichsweise winzigen Teil in Anspruch. „Im Prinzip wären hier Veranstaltungen für gut 30.000 Menschen möglich. Der Arbeitsaufwand wäre dabei nicht einmal viel größer.” Doch das ist Zukunftsmusik.

Was mehr Platz in Anspruch nimmt als das eigentliche Konzert, ist der Parkbereich für die Autos. Auf gut 1500 Stellplätze kann am Rand des Geländes - gegen Gebühr - geparkt werden. Das auch per Shuttlebus erreichbar ist. Nach Ende des Ganzen - bis 2 Uhr wird ein DJ auflegen - können die Pkw über eine erstmals genutzte Zufahrtsstraße abgeleitet werden. Selbst auf mögliche Hitzegewitter hat man sich eingestellt. Opgenoorth: „Es gibt große Zelte und viele Schirme auf dem Gelände, die einigen Schutz bieten sollten.” Wenn schon Pioniertarbeit für die regionale Konzertkultur, dann auch richtig.

Shuttlebusse pendeln zum Gelände

Bevor am Samstag um 21 Uhr Bela B mit Songs seines zweiten Albums „Code B.” losrockt, stehen einige Bands auf der Bühne: Cosmiterra (Alternative-Rock, 15.45 Uhr), Pencilcase (Rock, 16.30 Uhr), Cosmoses (Funk-Pop, 17.30 Uhr), Final Virus (Rock, 18.15 Uhr) und Big Gee (Funk, 19.30 Uhr).

Ab 13 Uhr pendeln Shuttlebusse zu dem Gelände. Die Buslinie 52, die zwischen Aachen und Eschweiler verkehrt, macht einen Abstecher nach Merzbrück. Fünf Euro kostet ein Einzelticket, Minigruppen mit bis zu fünf Personen zahlen für die Fahrten 13 Euro.

Ein Parkplatz für die Pkw ist neben der Station des Rettungshubschraubers eingerichtet.
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