Woffelsbach - Beim Segelcamp in Woffelsbach den Wassersport entdecken

Beim Segelcamp in Woffelsbach den Wassersport entdecken

Von: Julia Wirtz
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„Segeln - grenzenloses Abente
„Segeln - grenzenloses Abenteuer auf dem Rursee”: Unter diesem Motto fanden sich jetzt 40 Jugendliche auf dem Gelände des Aachener Bootsclubs in Woffelsbach ein. Foto: Julia Wirtz

Woffelsbach. „Segeln - grenzenloses Abenteuer auf dem Rursee”: Unter diesem Motto fanden sich jetzt 40 Jugendliche auf dem Gelände des Aachener Bootsclubs in Woffelsbach ein.

Nach der großen positiven Resonanz bei der Premiere im vergangenen Jahres startete hier das zweite Integrative Segel-Jugendcamp.

Mit Hilfe des beliebten Wassersportes sollte das Miteinander und der Teamgeist der Teilnehmer ab 14 Jahren gefördert werden. Und das ist sehr erfolgreich gelungen.

„Bereits am ersten Tag sind die gemischten Gruppen stark zusammengewachsen”, freuen sich zwei der Betreuerinnen, die bereits zum wiederholten Mal dabei sein können. „Die Jugendlichen mit und ohne Handicap oder Migrationshintergrund haben zusammen eine Menge Spaß, und Unterschiede spielen während dieser drei Tage keine Rolle,” betonen Lara und Jasmin.

Leider sind die Jugendlichen an den ersten beiden Tagen nicht dazu gekommen, die Segelboote zu nutzen. War im letzten Jahr der Wasserstand zu niedrieg, so spielte in diesem Jahr der nötige Wind einfach nicht mit. Das sollte die Campteilnehmer aber nicht davon abhalten, sich in die Fluten zu stürzen. Kurzerhand wurde auf Ruderboote umgerüstet und mit diesen konnten sie dann den Rursee erkunden. Selbstverständlich waren auf allen Booten immer Übungsleiter mit dabei, doch ihre Hilfe war oftmals nicht gefragt. „Die Teilnehmer helfen sich gegenseitig. Die Jugendlichen mit Handicap werden von den anderen bestens unterstützt”, hieß es aus den Kreisen der Betreuer.

Insgesamt stehen der Gruppe acht Betreuer zur Seite. Diese sind jeweils zur Hälfte Übungsleiter und Pädagogen.

Neben den Aktivitäten auf dem Wasser wartete auf die Campteilnehmer ein ebenso großes Programm auf dem Trockenen. So haben sie am Freitag abend gemeinsam mit dem Woffelsbacher Ortsvorsteher Reinhold Jansen eine spannende Nachtwanderung unternommen. Das vielseitige Angebot ließ jeden Teilnehmer auf seine Kosten kommen und durch gleiche Interessen sowie gemeinschaftliche Aktionen wurde der Zusammenhalt der Gruppe gestärkt.

Unterstützt wird das erfolgreiche Projekt des 2008 gegründeten Vereins zur Förderung von Integrativen Jugendcamps unter der Leitung von Uschi Brammertz nicht nur vom Aachener Bootsclub. Auch wenn dessen Vorsitzender Rainer Ochs sich freut, erneut Gelände sowie Boote zur Verfügung stellen zu können.

Das gesamte Projekt basiert auf den Spenden und der Unterstützung verschiedener Sponsoren, denn für die Jugendlichen ist das Camp kostenlos.

Damit auch jeder von ihnen die Möglichkeit hat, nach Woffelsbach zu kommen, hat das Autohaus Kuckartz zwei große Mannschaftsbusse zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer wurden zuhause abgeholt und ebenso wieder dort abgeliefert.

Die Stadt Aachen und die Kommunen Simmerath, Stolberg und Roetgen unterstützen das Sozialprojekt ebenso, wie auch die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, die Caritas und die Kiwanis-Organisation.

So beschreibt der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck das ehrgeizige Projekt als ein „Leuchtturmprojekt”, welches hoffentlich noch viele ähnliche Programme nach sich ziehen werde. „Es bringt nichts, nur über die Probleme von Inklusion und Integration zu reden. Hier wird auch endlich mal gehandelt”.

Simmeraths stellvertretender Bürgermeister Bernd Goffart lobte ebenfalls den praktizierten integrativen Gedanken des Camps.

Hilde Scheidt, Bürgermeisterin der Stadt Aachen, wünscht sich, dass dieses Projekt noch über mehrere Jahre hinweg erhalten werden kann. „Es wäre toll, wenn das Camp nicht mehr nur auf Sponsoren bauen muss, sondern wenn die umliegenden Kommunen bereit wären, das Camp mit zu finanzieren.”

Vereinsvorsitzende Uschi Brammertz ist von diesem Vorschlag begeistert. „Vielleicht wäre es dann auch möglich, dass Camp zu vergrößern, den Zeitraum zu verlängern und viel mehr Jugendliche an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen”,freut sie sich.

Auch die Betreuer, die bisher nur eine Aufwandsentschädigung erhalten, würde Uschi Brammertz gerne mit einem etwas höheren Honorar für ihre Arbeit belohnen.

Dass die vom Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps ins Leben gerufenen Projekte Bestand haben, zeigt sich auch an ihrem zweiten Jugendcamp auf dem Flugplatz in Aachen-Merzbrück, das bereits seit mehreren Jahren erfolgreich veranstaltet wird.
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