Beim Musikmarathon gibt es nur Sieger

Von: M. S.
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Bis auf den letzten Platz war die Tenne mit aktiven Nordeifeler Spielleuten - hier die Trommler und Pfeifer aus Simmerath - gefüllt. Sie eröffneten das Verbandsfest mit dem zweiten Musikmarathon. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Die Festhalle Tenne als Forum klassischer wie moderner Klänge und Töne, fröhlichen Stimmengewirrs und scheinbar ohne Marschordnung umherschwirrender Uniformträger. Mit einem Musikmarathon setzte das ausrichtende Eicherscheider Trommler- und Pfeiferkorps Freitag Abend das bunt gefächerte Programm zum 125. Verbandsfest der Vereinigten Spielmannszüge Nordeifel fort.

Die Veranstaltungsreihe hatte bereits vor einer Woche mit einem Solistenwettstreit in der Förderschule des Golddorfes ihren positiven Anfang genommen. Schon vor fünf Jahren hatten die hiesigen Musikvereine mit einem ausgedehnten Non-Stop-Musikprogramm ihr Publikum begeistert; eine Neuauflage des schon logistisch anspruchsvollen Treffens von Spielmannszügen erschien den Initiatoren nur logisch.

270 Aktive im Saal und draußen

Elf Spielmannszüge - aus Schmidt, Rollesbroich, Vossenack, Kesternich, Konzen, Strauch, Kalterherberg, Dreiborn, Elsenborn, Simmerath und Mützenich - waren der Einladung gefolgt. Sie brachten rund 270 Aktive in den Saal und auf den noch am späten Abend sonnenüberfluteten Tennen-Vorplatz. Selbst die liebevoll gestaltete Dekoration des Raumes verriet auf den ersten Blick: Hier spielt die Musik!

Das Publikum hatte Gelegenheit, das rhythmisch-unterhaltsame Geschehen auf einer Großleinwand oder von der Empore im Rockcafé aus zu verfolgen. Christof Huppertz, Vorsitzender der Eicherscheider Trommler und Pfeifer, und Dirigent Herbert Schröder begrüßten die mit hellem und schmetterndem Klang eintreffenden Spielleute. „Der Spass der Teilnehmer und ihrer Zuhörer hat unbedingten Vorrang vor Wettkampfkriterien”, erklärte Stabführer Schröder.

Er betonte, bei Arrangement des Instrumentalvergleichs stehe die Musik unbedingt im Vordergrund: „Formationen und Solisten treten spielerisch gegeneinander an. Sie bieten Tänze, klassische und brandaktuelle Werke aus Bayern bis zur Waterkant. Auch müssen die Korpsangehörigen zu Choristen werden und Kostproben ihrer Gesangsqualität abgeben.”

Zu später Stunde und doch höchst kurzweilig erreicht: Das große Finale der launigen Konkurrenz um perfekt demonstriertes Repertoire, Spontanität und Improvisationskunst aller Mitwirkenden und deren künstlerischer Leiter. Und das mit großer Ausdauer und langem Atem, wie es sich für Marathoniken der Musen wie des Sports gehört.

Ein spannendes Kriterium des friedlichen Wettstreites, das dem Auditorium höchst amüsant erschien, war die Beantwortung der Frage: „Welche Formation spielt eine komplette Komposition perfekt und am schnellsten aller Konkurrenten?” Aber, wie gesagt: Der Spaßfaktor stand auch bei diesem zweiten Instrumentalmarathon im Vordergrund. Am Ende kamen nur Sieger ins Ziel.
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