Herbstkonzert der Hansa-Blasmusik in der Simmerather Pfarrkirche

Beim Herbstkonzert von der Eifel über die Alpen nach Amerika

Von: ani
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Über hohe Berge und tiefe Täler führte die Hansa-Blasmusik die zahlreichen Zuhörer in der Simmerather Pfarrkirche bei ihrem diesjährigen Herbstkonzert. Foto: Rolf Hoch

Simmerath. Die Freunde konzertanter Blasmusik, die am Samstagabend nicht in der Pfarrkirche von Simmerath waren, wo die Hansa-Blasmusik zu ihrem traditionellen Herbstkonzert geladen hatte, haben im Gegensatz zu den rund 200 Besuchern einen musikalischen Leckerbissen verpasst.

Das 40-köpfige Orchester mit Dirigentin Anke Bauer führte die Zuhörer nach dem Motto des Konzertabends musikalisch auf hohem Niveau über hohe Berge und tiefe Täler vieler Länder, wobei Vorsitzender Berthold Wilden als informativer und unterhaltsamer Moderator durch das Programm führte.

Dabei ging es in der voll besetzen Pfarrkirche bei den von den Blasmusikern dargebotenen Landschaften zur Freude der Zuhörer von der Eifel über die Schweizer Alpen und Dolomiten bis hin zu den Steppen und blauen Bergen Amerikas. Diese Reise zelebrierte das Orchester in beachtlicher Art und Weise, wofür es viel Beifall gab und womit sich die wochenlangen Proben hörbar auszahlten.

Schülerorchester beginnt

Den Auftakt zum Herbstkonzert machte in gekonnter Art und Weise das Schülerorchester unter abwechselnder Leitung von Dirk Schnitzler und Julian Jansen. Das dargebotene Treffen mit den Beatles und das „I‘d Do Anything For Love“ ließen derart aufhorchen, dass eine Zugabe von den Nachwuchsmusikern der Hansa gefordert wurde.

Danach dann der Auftritt des großen Orchesters, bei dem Anke Bauer seit drei Jahren den Taktstock schwingt. Zunächst einmal entführten die Musiker mit „Blue Ridge Saga“ (James Swearingen) das Publikum in die Berge von Nord-Carolina, den „Blue Ridge Mountains“ an der Südostküste der USA. Das ließ schon einmal aufhorchen.

Hiernach ging es über den Atlantik zurück auf die iberische Halbinsel, wo die Musiker der Hansa dann überaus eindrucksvoll die dreiteilige Komposition „Spanish Triptych“ wiedergaben, die Jan de Haan 1997 komponierte, wobei er sich von der Aussicht auf das Gebirge Sierra de Bernia inspirieren ließ.

Der durchaus kühlen Temperatur in der Simmerather Kirche angepasst, entführte das Orchester die Zuhörer dann in die Bergwelt der Südtiroler Dolomiten und von Cortina d’Ampezzo („Queen of the Dolomites“). Schon hier fragten sich die begeisterten Zuhörer, ob die Darbietungen der Hansa-Musiker denn noch besser werden könnten. Sie konnten, was das Orchester zunächst einmal mit der „Queen‘s Park Melody“ (ebenfalls von Jacob de Haan) in beschwingter Form unter Beweis stellte.

Trip Erster Klasse

Dann hieß es für die Konzertbesucher „Einsteigen, der Zug fährt ab“. Mit dem Glacier-Express ging es quasi Erster Klasse mit dem gleichnamigen Stück von Larry Neek mehr als beeindruckend in die Schweizer Berge, wobei ein schönes Trompetensolo Akzente setzte und alle Register des Orchesters zur Höchstform aufliefen.

Heimische Töne, die bayerisch angehaucht wirkten, erklangen danach in der Kirche („Eifelklänge“ von Willy Creutz), wozu das Publikum rhythmisch mitklatschte, bevor es musikalisch wieder auf den amerikanischen Kontinent zu Cowboys, Büffeln und Indianer ging („Silver Creek Valley“). Danach entführte das Orchester die Musikfreunde nach Lanzarote.

Zum „Montanas del Fuego“ von Markus Götz stellte sich spürbar allgemeine Begeisterung ein. Die Zuhörer waren fasziniert vom Sound des Orchesters, wobei sich mächtige Klangpassagen mit gefühlvollem Spiel in gekonnter Weise abwechselten. Zum Konzertende dann ein flottes und munteres „Oregon“ (Jacob de Haan), bevor sich das Publikum spontan erhob und den Hansa-Musikern langanhaltenden Beifall spendete.

Natürlich war da nicht nur eine Zugabe fällig, bevor es von Berthold Wilden für Dirigentin Anke Bauer einen großen Blumenstrauß gab. Die Zuhörer waren allgemein begeistert und sicherten ihr Kommen zum nächsten Konzert der Hansa-Blasmusik zu.

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