Nordeifel - Beim Blutspenden sind die Eifeler vorbildlich

Beim Blutspenden sind die Eifeler vorbildlich

Von: M. S.
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Sie haben 100, 125 oder sogar 150 Mal Blut gespendet: Dafür wurden sie jetzt vom DRK–Ortsverein Monschau in der Eicherscheider Tenne mit Urkunden und Verdienstnadeln ausgezeichnet. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. In der Nordeifel ist die Zahl der Blutspender im Vergleich zu anderen Kreisen und Kommunen noch vorbildlich. Diese Bilanz zogen Helmut Etschenberg, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Monschau, und seine Vorstandsmannschaft am Donnerstagabend. Sie hatten sich mit zahlreichen Gästen zur Ehrung der Vielfachspender in der Eicherscheider Festhalle Tenne eingefunden.

Dort hieß Etschenberg seinen Vertreter Hubert Breuer, den seit drei Wochen amtierenden Rotkreuz–Kreisverbandsvorsitzenden der Städteregion, Andreas Smyra, die Eicherscheider Blutspendenkoordinatorin Lucie Kell, Peter Theißen als Repräsentant der Stadt Monschau sowie Heinz Kapschak und Georg Simon vom Breitscheider Zentrum für Transfusionsmedizin willkommen.

Die 47 zu ehrenden Personen waren zwischen 25 und 150 Mal erschienen und hatten insgesamt 1320 Liter Blut gespendet. Etschenberg bezeichnete sie in seinem Grußwort als die wichtigsten Personen des Abends.

Zuschüsse bleiben

Simmeraths Bürgermeister Karl–Heinz Hermanns ist 15-facher Spender und rief dazu auf, die Zahl der aktiven Versorger mit dem „ganz besonderen Saft“ deutlich zu erhöhen. Hermanns stellte fest, auch in Zeiten klammer kommunaler Kassen sei es für die Gemeinde Simmerath Ehrensache, die Zuwendungen an das Rote Kreuz ungeschmälert aufrecht zu erhalten: „Das wurde parteiübergreifend von allen Ratsfraktionen beschlossen!“

Kreisverbandsvorsitzender Smyra erfüllte „gern die schöne Aufgabe, heute hier verdienten Männern und Frauen danke zu sagen“. Aus der Arbeit des Monschauer Ortsvereins sei nur Gutes zu vermelden. Blut sei nicht künstlich herstellbar, um so mehr verdiene die Spendenbereitschaft der Bürger wie die Arbeit der DRK-Ortsgruppen Lob und Anerkennung: „Sie geben ein gutes Beispiel für selbstlosen Einsatz in der Gesellschaft, das ist ganz und gar nicht selbstverständlich.“

Heinz Kapschak vom Pressestab des Breitscheider Blutspende-Dienstes West kommt dienstlich besonders gern in die Nordeifel: „Die hier geleisteten Spenden sind wichtiger Bestandteil unserer gesamten Medizin. Blutspender sind die wahren Helden unserer Gesellschaft.“ Kapschak bedauerte, das vergangene Jahr habe das schlechteste Ergebnis bei den Blutspenden gebracht: „Dann kamen, die Lage verschlimmernd, der Dauerschnee und die immer wieder aufwallende Grippewelle. Unsere Lager waren leer gefegt, die Versorgung frisch Operierter, von Langzeitpatienten und Unfallopfern akut gefährdet. Wir mussten zur Versorgung der Bedürftigen auf Blutreserven anderer Bundesländer zurückgreifen. Wir müssen dringend um neue Mitglieder und Erstspender werben, unsere tüchtigen Helfer im Monschauer Land haben es verdient, dass es mit den Früchten ihrer Arbeit wieder aufwärts geht.“

Neues Team

Lucie Kell setzte prompt ein Zeichen für den beschworenen Aufwärtstrend. Sie präsentierte dem Publikum ein neues Team, das nach zuletzt personell arger Schwächung nun durch Adele Nießen, Karin Linzenich, Evi Förster und Walter Nießen verstärkt wird.

Vorsitzender Etschenberg stellte seinen Zuhörern unterdessen die Mützenicher DRK–Ortsgruppe vor. Sie wird von Edith Meyer geleitet und hat in ihren Reihen einen Mann, der auf der Tennenbühne beispielhaft für andere erklärte, etliche übertragene Blutkonserven hätten ihm bei mehreren Operationen das Leben gerettet, nach diesem prägenden Schlüsselerlebnis seien er und seine Angehörigen zu engagierten Spendern geworden.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung der 47 Vielfachspender. Sie alle erhielten Verdienstnadeln, Urkunden und appetitlich gefüllte Präsentkörbe. Für 25–fachen Einsatz wurden belohnt: Elfriede Buschendorf, Dirk Hames, Peter Heinen, Martina Hoch, Peter Kaczmarek, Stefan Kirch, Sigrid Koll, Oliver Krings, Claudia Lauscher, Jochen und Lothar Lutterbach, Eva Nießen, Henry Path, Hubert Paulus, Bernhard und Gabriele Roder, Liesel Serea, Bianca Weimer und Annelie Wilden. 50 Mal spendeten: Mario Bonne, Ingrid Breuer, Hartmut Gerhards, Martha Gerlach, Andreas Hermanns, Edgar und Ernst Jansen, Artur Jollet, Arno Lauscher, Ulrich Ruland, Manfred Scheidt und Gisela Wilden.

75 Mal wurden zur Ader gelassen: Bruno Alzer, Herbert Pelzer, Marion Pleus, Günther Rönnig, Doris Roßkamp, Ingo Schmitz und Michael Wollgarten. 100 Mal spendeten: Ralf Braun, Stefan Haas, Helmut Kaulard, Stefan Koch, Peter Koll und Sylvia Schmitz.

Bereits 125 Mal besuchte Wolfgang Krings aus Kesternich einen DRK–Termin, sogar 150 Mal spendeten der Mützenicher Theo Schmitz und Benno Weber (Monschau).

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