Simmerath - Beigeordneter soll Bürgermeister Hermanns entlasten

Beigeordneter soll Bürgermeister Hermanns entlasten

Von: ess
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Simmerath. Allein auf weiter Flur hat sich die SPD-Fraktion wiedergefunden, als es um die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle ging, die seit der Wahl von Karl-Heinz Hermanns zum Bürgermeister vakant ist.

„Eine Verwaltung dieser Größenordnung kann auch ohne Beigeordneten geführt werden”, machte SPD-Fraktionschef Gregor Harzheim in der Ratssitzung am Donnerstagabend ein Fass auf. Die SPD wolle die Stelle im Stellenplan belassen, aber andere Schwerpunkte setzen, beispielsweise den unübersehbaren zusätzlichen Personalbedarf für die Bearbeitung der Wohngeldanträge befriedigen. Harzheim: „Wir müssen über andere Organisationsstrukturen nachdenken. Der Bürgermeister hat inzwischen eine persönliche Assistentin. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob dann noch ein Beigeordneter zur Entlastung des Bürgermeisters her muss.”

Terminflut nimmt zu

Hermanns sah sich zu einer Klarstellung genötigt. Ulrike Lange-Wiemers sei nur zu etwa 20 Prozent seine persönliche Referentin, so der Bürgermeister. Darüber hinaus betreue sie den gesamten Tourismusbereich und kümmere sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Er habe den Anspruch, sich um die Bedürfnisse der Mitarbeiter der Verwaltung zu kümmern und für die Belange der Bürger dazusein. Beides sei aufgrund der Terminflut kaum noch möglich.

Überdies scheide sein allgemeiner Vertreter und Kämmerer Edmund Kreutz im nächsten Frühjahr aus dem aktiven Berufsleben aus. Die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle müsse auch vor diesem Hintergrund gesehen werden. Einen Technischen Beigeordneten, wie eigentlich gewünscht, wird es nicht geben können, weil nach der Gemeindeordnung ein Beigeordneter, wenn er der einzige ist, zum gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst befähigt sein muss.

Dennoch soll der neue Mann/die neue Frau auf die technischen Bereiche einer Verwaltung spezialisiert sein, während der Bürgermeister weiterhin der zuständige Dezernent für die reinen Verwaltungsbereiche bleibt. Während die schwarz-gelbe Kooperation sich vorbehaltlos hinter das Anliegen des Bürgermeisters stellte, blieb die Kritik der UWG verhalten.

„Wir können dem Beschlussvorschlag der Verwaltung folgen, aber wir möchten geprüft wissen, ob durch den neuen Beigeordneten und eine Umstrukturierung im Personalbestand mehr Effizienz zu erreichen ist”, forderte Ratsherr Stephan Weber. Klaus Stockschlaeder von den Grünen gab dem Bürgermeister noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass durch den neuen Beigeordneten mehr Ruhe und Gelassenheit einzieht. Ich habe nämlich das Gefühl, alle stehen bei 110 Grad unter Volldampf. Herr Hermanns, Sie werden lernen müssen, Dinge zu delegieren!” Der/die neue Beigeordnete soll nach Möglichkeit schon am 1. Juli den Dienst antreten.
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