Bei minus 13 Grad barfuß aus der brennenden Wohnung geflohen

Von: P. St.
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Vollkommen zerstört wurde bei einem nächtlichen Feuer eine Ferienwohnung in der Heilsteinstraße in Einruhr. Foto: Feuerwehr

Einruhr. Einen schwierigen Einsatz hatte die Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen in Einruhr zu bewältigen. Eiseskälte und problematische topografische Verhältnisse verlangten höchste Vorsicht bei einem Wohnungsbrand in der Heilsteinstraße. Einem Vater mit seinen vier Kinder gelang es noch, rechtzeitig das Haus zu verlassen.

Um 5.22 Uhr war die Feuerwehr Einruhr am Sonntagmorgen alarmiert worden. Zu diesem Zeitpunkt standen die Bewohner bereits nur mit ihrer Nachwäsche bekleidet, barfuß und frierend auf der Straße. Eines der Kinder hatte den Brandgeruch wahrgenommen und die anderen geweckt.

Die aus Geilenkirchen stammende Familie hatte daraufhin fluchtartig die Ferienwohnung verlassen, die dem Vater des Mannes gehört, einem ebenfalls aus Geilenkirchen stammenden Unternehmer. Die Hilferufe der fünf Personen in der minus 13 Grad kalten Nacht waren zunächst nicht gehört worden, ehe dann eine Nachbarin die frierenden und geschockten Bewohner zunächst aufnahm, ehe sie dann später in ihren Heimatort gebracht wurden.

Rund 35 Feuerwehrleute waren an dem Einsatz beteiligt.

Bei der Brandbekämpfung hatten die Wehrleute auch noch mit witterungsbedingten Problemen zu kämpfen, wie Einsatzleiter Gerd Hüpgen, der stellvertretende Wehrführer der Gemeinde Simmerath, berichtet. Bei starken Minustemperaturen froren die Strahlrohre teilweise zu; außerdem bildete sich durch das Löschwasser im Umfeld der Einsatzstelle sofort Eis. Die ohnehin schon glatte Fahrbahn wurde zu einer spiegelglatten Eisfläche.

Nach der Auskunft der Polizei entstand insgesamt ein Sachschaden von rund 30.000 Euro. Auch bei der Brandursache sind die Ermittler schon fündig geworden: Alles spricht für einen technischen Defekt am Fernseher, der das Feuer auslöste.
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